Koalitionsbeschlüsse in Sachen Steuern - Entlastung mit Augenmaß
ID: 514798
Koalitionsbeschlüsse in Sachen Steuern - Entlastung mit Augenmaß
Der Koalitionsgipfel hat beschlossen, die Steuerzahler in zwei Schritten um insgesamt 6 Milliarden Euro zu entlasten. Dazu soll vor allem bei der Einkommenssteuer der Grundfreibetrag um 350 Euro angehoben werden. Nach den Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln wären für diesen Schritt aber höchstens 2,5 Milliarden Euro nötig, sofern man alle anderen Tarifbestandteile unverändert lässt. Die Regierung hat aber mit 4 Milliarden Euro fast den doppelten Wert dafür eingeplant.
Die Bundesregierung möchte laut eigener Aussage 4 Milliarden Euro für die Anhebung des Grundfreibetrags verwenden. Die verbleibenden 2 Milliarden Euro sollen dazu eingesetzt werden, die übrigen Tarifgrenzen zu verschieben. Damit wird die kalte Progression ausgeglichen. Die Anhebung des Grundfreibetrags kostet den Fiskus aber nur rund 2 bis 2,5 Milliarden Euro. Welche zusätzlichen Maßnahmen geplant sind, um auf die 4 Milliarden Euro zu kommen, ist noch unbekannt.
Bleibt es bei 6 Milliarden Euro Entlastung durch alle Maßnahmen, zahlen die Steuerpflichtigen monatlich 15 bis 25 Euro weniger ans Finanzamt.
Mit dem Reformpaket hat die Bundesregierung einen vertretbaren Kompromiss zwischen steuerlicher Entlastung und Haushaltskonsolidierung gewählt. Denn ein höherer Grundfreibetrag wäre aufgrund der verfassungsrechtlich gebotenen Freistellung des Existenzminimums ohnehin 2014 nötig. Indem sie diese Anhebung vorzieht, hält sie den Grundfreibetrag aus dem Bundestagswahlkampf 2013 heraus. Gleichzeitig entstehen in den Jahren 2014 bis 2016, in denen der Bund sein strukturelles Defizit noch deutlich senken muss, um die Vorgaben der Schuldenbremse einzuhalten, keine zusätzlichen Haushaltbelastungen.
Anders verhält es sich mit den jährlichen Mindereinnahmen aus dem Ausgleich der kalten Progression. Sie belasten zwar die öffentlichen Haushalte, sind aber vor dem Hintergrund der aktuellen Steuerschätzung, die mittelfristig jährliche Mehreinnahmen von 5 bis 6 Milliarden Euro pro Jahr prognostiziert, verkraftbar. Bei diesem Wachstum der Steuereinnahmen können Bund, Länder und Gemeinden auf heimliche Steuererhöhungen verzichten, ohne dass die Erfüllung öffentlicher Aufgaben oder der Konsolidierungskurs leidet.
Ansprechpartner
Ralph Brügelmann
Telefon: 030 27877-102
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.11.2011 - 17:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 514798
Anzahl Zeichen: 2539
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 391 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Koalitionsbeschlüsse in Sachen Steuern - Entlastung mit Augenmaß"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die ehemalige Autostadt Detroit hat umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Jetzt ist die Stadt bankrott. Droht deutschen Kommunen Ähnliches? Immerhin stehen viele tief in der Kreide: Insgesamt betrug der Schuldenberg aller Städte und Gemeinden am Ende des ersten Quartals 20
Der Lohn der guten Tat ...
Das Thema nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für deutsche Immobilienunternehmen zunehmend an Bedeutung. Das hat eine Studie ergeben, die im Frühjahr 2013 gemeinsam von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) durchg
Mehr Binnenmarkt, mehr Wachstum ...
Gelingt es, den Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weiter zu liberalisieren, könnte dies helfen, die Krise in der Eurozone besser in den Griff zu bekommen. Denn ein starker Binnenmarkt führt zu mehr Wettbewerb, höherem
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Ressourceneffizienz zahlt sich aus ...
äsident Braun und Bundesumweltminister Röttgen stellen Informationskampagne zur Ressourceneffizienz vor Berlin, 7. November 2011 ? Ressourceneffizienz im Unternehmen spart bares Geld. Darauf wies Bundesumweltminister Norbert Röttgen heute in Berlin anlässlich der Präsentation der Information
Livermore Investment startet Managed Expert Advisor Account MEAA für Privatkunden ...
Der Einsatz automatischer Handelssysteme sog. Expert Advisor erfreut sich bei privaten Tradern immer größerer Beliebtheit. Mit dem Einsatz von Expert Advisor Software auf einer Metatrader Handelsplattform wie Sie z.B. von Brokern wie Alpari, Activetrades oder Livermore Investment angeboten wird, l
Mit Miningscout.de verzeichnet großen Erfolg auf Rohstoffmesse und Edelmetallmesse. ...
Lübeck, 07.11.11 - Miningscout.de ist seit Anfang des Jahres 2011 online und konnte seit dem einen enormen Zulauf an Usern generieren. Rohstoffe als Investment waren und sind immer äußerst interessant. Allerdings benötigen Investoren einen sehr umfangreichen Wissensschatz und oft auch viel Gedul
Cortado arbeitet am ersten echten Cloud-Desktop der Post-PC-Ära ...
(ddp direct)(Berlin & Barcelona, Gartner Symposium/ITxpo 7. November 2011) Cortado, führender Anbieter von Cloud-Desktop-Lösungen, stellt heute auf dem Gartner Symposium in Barcelona den HTML5-Client seiner Produktreihe Cortado Corporate Server vor, mit der alle wichtigen Business-Funktionen




