Krebs - wenn Zellen in unserem Körper unkontrolliert wachsen
ID: 514842
Krebstherapie kann Blutgefäßwachstum in Krebstumoren blockieren
Immunsystem eliminiert Mutationen des genetischen DNA-Codes
Die Entstehung neuer Zellen und das Absterben gealterter Zellen ist in unserem Körper ein alltäglicher Vorgang. Ständig sterben Zellen ab und in allen Organen bilden sich neue nach. Die Information zur Neubildung einer Zelle liegt in der DNA der Zellkerne. Um die Information einer Zelle auf die neue zu übertragen, wird der DNA Code von der Vorlage abgelesen und dupliziert. Beim Ablesen des genetischen DNA-Codes von der "Vorlage" kann es zu Fehlern und spontanen Neubildungen kommen, die als Mutationen bezeichnet werden. Ursache können zum Beispiel chemische Substanzen oder Röntgenstrahlen sein, aber auch plötzlich auftretende Spontanmutationen. Unser Immunsystem weiß mit diesen Mutationen umzugehen. Viele Fehlbildungen werden durch Reparaturmechanismen in unserem Körper korrigiert oder durch unser Immunsystem eliminiert.
Ansatz einer Krebsbehandlung: Blockade von VEGF-Rezeptoren
In wenigen Fällen, deren Anzahl im Alter jedoch zunimmt, versagen diese Mechanismen. Dann beginnen einzelne Zellen in einem Organ unkontrolliert zu wachsen.
Eine Möglichkeit, unkontrolliertes Krebswachstum durch eine gezielte Krebstherapie zu hemmen, besteht darin, die Versorgung der Tumore zu blockieren, indem die Ausbildung neuer Blutgefäße unterbunden wird, die die Tumore für den Transport ihrer Stoffwechselprodukte benötigen. Ansatzpunkte für diese Strategie in der Krebstherapie bieten die Rezeptoren der Wachstumsfaktoren (VEGF), die besonders häufig im Krebsgewebe gefunden werden. Die Blockade der Rezeptoren mit einem passenden Antikörper hat zur Folge, dass im Krebsgewebe die Neubildung von Blutgefäßen so behindert wird, dass der Tumor nicht mehr wachsen kann. Durch diese sogenannte Anti-Angiogenese wird der Tumor geradezu ausgehungert.
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Datum: 07.11.2011 - 17:45 Uhr
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