Barrierefreiheit: Sicherheit ohne Verunsicherung / VdTÜV veranstaltet das "1. Forum Mobilität für Menschen mit Behinderung"
ID: 524777
Behinderung steht im Mittelpunkt des "1. Forums Mobilität für
Menschen mit Behinderung", das heute in Berlin beginnt. Organisiert
vom Verband der TÜV e.V. diskutieren Experten aus Verbänden,
Unternehmen und Behörden über die Herausforderungen einer sicheren
und gleichzeitig barrierefreien Mobilität. Die Schirmherrschaft über
die Veranstaltung hat der Beauftragte der Bundesregierung für die
Belange behinderter Menschen.
Besonders widmen sich die Experten wichtigen Fragen, die sich aus
den seit April 2010 geänderten Vorschriften und Anforderungen für die
Beförderung von Rollstuhlfahrern ergeben. "Bei den Gesprächen im
Rahmen von Zertifizierungen haben wir festgestellt, dass es eine
große Verunsicherung aller Beteiligten gibt, wie die geltenden
Sicherheitsstandards umgesetzt werden sollen", erläutert Dr. Klaus
Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV e.V.
Die Sicherheitsstandards wurden deutlich erhöht, weil unter
anderem Crashtests der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigten, dass
sowohl die bis dahin üblichen Sicherungssysteme für die Rollstühle
als auch die Gurte für die Behinderten nur unzureichenden Schutz
boten. Um die Unfallsicherheit für die Behinderten zu erhöhen, wurden
darauf hin verschiedene Sicherungssysteme für Rollstühle entwickelt,
wie z.B. der "Kraftknoten", der eine sichere Verbindung zum Fahrzeug
herstellt und die Stabilität des Rollstuhls in jeder Situation
gewährleisten soll. Außerdem wurde die für die Beförderungsfahrzeuge
und Rollstühle geltende Norm überarbeitet.
Die seit April 2010 geltende Norm und ihre Richtlinien für die
Beschaffenheit des Rollstuhls stellen die betroffenen Behinderten,
die Auftraggeber für die Beförderung und die Beförderungsunternehmen
vor neue Herausforderungen. Geänderte Anforderungen an die
Konstruktion verteuern nicht nur die Rollstühle, sondern auch die
Beförderung. Die Schwierigkeit der Auftraggeber bei der Vergabe von
Fahraufträgen liegt zumeist darin, überhaupt Anforderungen an eine
sichere Beförderung zu definieren und deren Umsetzung beim
beauftragten Unternehmen zu kontrollieren.
"Die neuen Normen definieren zwar hohe Sicherheitsstandards,
führen aber auch zur Verunsicherung bei den Betroffenen", erklärt Dr.
Brüggemann." Viele Behinderte sorgen sich darum, dass ihre Rollstühle
nicht mehr den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Beförderung
entsprechen." Länder und Kommunen wiederum sind dazu verpflichtet,
Fahrdienste für Behinderte entsprechend dem gesetzlichen Auftrag zu
organisieren.
Referenten aus den Bereichen Normung, der Öffentlichen Hand, der
Fahrzeug- und Rollstuhltechnik sowie von Behinderteneinrichtungen und
Beförderungsunternehmen werden aus ihrer jeweiligen Perspektive über
die Umsetzung der neuen Vorschriften, aber auch die damit verbundenen
Probleme berichten. Der VdTÜV als Veranstalter des Forums bietet eine
Plattform, um alle an diesem komplexen Sachverhalt Beteiligten
zusammenführen, um gemeinsam über die vielseitigen Aufgaben,
Pflichten aber auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu sprechen.
Pressekontakt:
Johannes Näumann, Tel. 030/760095320,
Mail: johannes.naeumann@vdtuev.de
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Datum: 22.11.2011 - 10:50 Uhr
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