Philologenverband plädiert für verstärkte Auseinandersetzung mit
Neonazismus in der Schule / Gemeinsame Bund-Länder-Initiative gefordert!
ID: 525651
Auseinandersetzung mit neonazistischem Gedankengut in deutschen
Schulen hat sich der Bundesvorsitzende des Deutschen
Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, in Berlin ausgesprochen.
Anlässlich der Debatte um den Rechtsterrorismus plädierte er
dafür, neben der Behandlung des Nationalsozialismus im Unterricht
auch vermehrt das Problem neonazistischer Aktivitäten wie z.B. die
Agitations- und Rekrutierungsformen des aktuellen Rechtsextremismus
in den Fokus zu nehmen.
"Es geht darum, an den Schulen durch Aufklärung und Vermittlung
demokratischer Wertvorstellungen bereits im Vorfeld dem Extremismus
den ideologischen Nährboden zu entziehen und die
Nachwuchsrekrutierung auszutrocknen", sagte Meidinger. Positive
Rückmeldungen gebe es aus den Schulen insbesondere über
Diskussionsveranstaltungen mit Aussteigern aus der neonazistischen
Szene.
Es sei schade, so Meidinger, dass solche Initiativen derzeit mehr
von Einzelschulen sowie Institutionen und Stiftungen außerhalb der
Schulen ausgingen, während systematische Veranstaltungs- und
Fortbildungskonzepte aus den Ministerien zum Teil noch vermisst
würden.
Konkret schlägt der Philologenverband eine gemeinsame Initiative
von Bund und Ländern vor, die folgende Bestandteile beinhaltet:
- ein bundesländerübergreifendes schulisches Maßnahmenkonzept
gegen Gewalt und Extremismus
- ein flächendeckendes umfassendes Fortbildungsangebot zur
"Erlebniswelt Rechtsextremismus" für Lehramtsanwärter,
Lehrkräfte, Ausbildungsleiter und Schulleitungen
- die Entwicklung eines breiten Angebots an Veranstaltungen,
Referenten und Ausstellungen zu dieser Thematik, auf das Schulen
jederzeit zurückgreifen könnten
- die Unterstützung von Schulen bei der Entwicklung von Projekten,
Maßnahmen und Konzepten zum Rechtsextremismus.
"Nach allem, was wir wissen, sind Aufklärung und argumentative
Auseinandersetzung in der Altersgruppe, die das Zielobjekt
rechtsextremer Propaganda ist, oft sind das Schüler, die wirksamste
Prävention gegen Extremismus!",stellte Meidinger fest.
Kontakt:
DPhV - Deutscher Philologenverband
Eva Hertzfeldt
Pressesprecherin
Telefon: 030 - 40 81 67 89
Mobil: 0172 - 305 08 67
EMail: presse@dphv.de
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Datum: 23.11.2011 - 10:19 Uhr
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Berlin
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Politik & Gesellschaft
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