Zwischenlager Gorleben nicht terrorsicher
ID: 527959
Zwischenlager Gorleben nicht terrorsicher
Das niedersächsische Umweltministerium (NMU) hat Greenpeace eine zuvor erteilte Teilgenehmigung zur Akteneinsicht bezüglich der umstrittenen Messwerte am Zwischenlager Gorleben wieder entzogen. Das NMU beruft sich dabei auf ""neuere Erkenntnisse über Tatmittel und Täterverhalten"", die im Falle eines Anschlags zur ""Freisetzung von großen Mengen radioaktiver Stoffe?" führen könnten. Aus dem ablehnenden Bescheid geht hervor, dass das Zwischenlager dringend bauliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Anschlägen benötigt. Diese wurden noch nicht umgesetzt."?"" Erste Sicherheitsmaßnahme war Umstellung der Behälter ?"Das NMU gibt zu, dass das Zwischenlager in Gorleben einem Terrorangriff nicht standhalten würde. In dieser Situation einen Castortransport mit hochradioaktivem Müll dorthin rollen zu lassen, ist eine unverantwortliche Gefährdung der betroffenen Bevölkerung"?, sagt Mathias Edler, Atomexperte von Greenpeace. Als erste Sicherheitsmaßnahme wurde bislang lediglich eine Umstellung der Behälter in der Castorhalle veranlasst. Diese wurde im Juni vom Betreiber durchgeführt. Bei Kenntnis der Lagerbelegung, so das NMU, könnte es Terroristen möglich sein, einen Anschlag zu verüben. Dieser hätte möglicherweise zur Folge, dass große Mengen an Radioaktivität freigesetzt würden.
Offenbar müssen nach einer Anweisung des Bundesumweltministeriums unter Minister Norbert Röttgen (CDU) alle Atommüllzwischenlager in Deutschland bautechnisch nachgerüstet werden. ?"Trotz besseren Wissens lässt Umweltminister Röttgen diesen Castortransport in ein unsicheres Zwischenlager fahren. Seine Atommüllpolitik ist durch und durch verlogen. Wir fordern den Minister auf, diesen Transport sofort zu stoppen"?, sagt Edler.
Akteneinsicht nun komplett untersagt Am 8. November hatte das NMU Greenpeace Zugang zumindest zu einem Teil der Akten zur Umgebungsüberwachung am Zwischenlager Gorleben gewährt. Nun wurde der Zugang zu Messdaten und innerbehördlichen Schriftverkehr komplett untersagt. Greenpeace hatte Einsicht in Schriftverkehr des NMU mit verschiedenen Behörden zur Umgebungsüberwachung am Zwischenlager und zur Umstellung der Castorbehälter gefordert. Die Einsicht in entscheidende Unterlagen wurde Greenpeace von vornherein verwehrt. Dazu gehörten die kompletten Messergebnisse der PTB und der Schriftverkehr mit der Messbehörde, die den Strahlenskandal mit ihrer Warnung vor einer Überschreitung des Strahlengrenzwertes am Zwischenlager ausgelöst hatte.
Kontakt:
Große Elbstraße 39
22767 Hamburg
presse@greenpeace.de
Telefon: 040/30618 -340 oder -341
Fax: 040/30618-160
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 25.11.2011 - 17:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 527959
Anzahl Zeichen: 2992
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 294 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zwischenlager Gorleben nicht terrorsicher"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Greenpeace-Aktivisten protestieren am französischen Atomkrafwerk Tricastin Paris 15. Juli 2013: Greenpeace-Aktivisten haben heute früh auf der Atomanlage in Tricastin/Frankreich zwei Banner entrollt mit der Botschaft: "Accident nucléaire à Tricastin, François Hollande : président de
Nach Greenpeace-Protest: Transportfirmen schicken Walfleisch zurück an den Absender ...
Umweltminister Altmaier soll deutsche Häfen gesetzlich für Walfleisch sperren Der gestrige Protest von Greenpeace-Aktivisten gegen den Transport von Walfleisch über den Hamburger Hafen zeigt Wirkung: Am späten Abend kündigte die taiwanesische Transportfirma "Evergreen Line" an, d
Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport ...
Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz Greenpeace-Aktivisten sind heute Mittag in Hamburg auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach Japan transportieren soll. Vier der Meeresschützer haben sich an den Schiffstauen des 170 Meter langen Frac
Weitere Mitteilungen von Greenpeace
Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger ...
Vor Weltklimakonferenz in Durban Klimaextreme verschärfen zunehmend Armut und Hunger, arme und besonders gefährdete Länder müssen deshalb besser vor den Folgen der globalen Erwärmung geschützt werden. Darauf weist die Welthungerhilfe zum Beginn der 17. UN-Klimakonferenz in Durban hin. Pr
BESSERER SCHUTZ FÜR WALE, HAIE UND GREIFE Internationaler Artenschutzkongress endet erfolgreich - auch Dank deutscher Initiativen ...
Die 10. Vertragsstaatenkonferenz der "Bonner Konvention zum Schutz wandernder wildlebender Tierarten" ging heute in Bergen/Norwegen erfolgreich zu Ende. Neue Arten wie der Manta oder Teufelsrochen und das Argali-Wildschaf wurden in das Abkommen aufgenommen und der Saker- und Rotfußfalke i
Castor-Transport: DJV fordert ungehinderte Berichterstattung ...
Berlin, 25.11.2011 - Der Deutsche Journalisten-Verband hat im Zusammenhang mit dem laufenden Castor-Transport ins niedersächsische Gorleben die Sicherheitskräfte aufgefordert, Journalistinnen und Journalisten die freie und ungehinderte Berichterstattung zu ermöglichen. Der vom DJV und fünf weite
Neues Gesetz zur Erdölbevorratung beschlossen ...
Der Bundesrat hat heute das vom Deutschen Bundestag am 27. Oktober 2011 beschlossene "Gesetz zur Neufassung des Erdölbevorratungsgesetzes und zur Änderung des Mineralöldatengesetzes" bestätigt. Der Staatsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann: &




