Starre Arbeitszeiten für fast 60 % der Beschäftigten
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Starre Arbeitszeiten für fast 60 % der Beschäftigten
Diese Flexibilität war unterschiedlich ausgeprägt: 24,1 % aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten ihre Arbeitszeit weitestgehend flexibel mittels eines Arbeitszeitkontos einrichten. Sie mussten dabei lediglich eine vorgegebene Gesamtstundenzahl erreichen und eventuell während sogenannter Kernzeiten präsent sein. Weitere 10,2 % der insgesamt in 2010 Beschäftigten konnten über eine Gleitzeitregelung bei täglich vorgegebener Arbeitsdauer zumindest Beginn beziehungsweise Ende ihrer Arbeitszeit flexibel bestimmen. Völlig flexibel bei ihrer Arbeitszeitgestaltung waren 2,0 % der Beschäftigten. Ihre Leistung wird ausschließlich über Arbeitsergebnisse beurteilt.
Der Umfang individueller Arbeitszeitregelungen wird mit davon geprägt, inwieweit Rahmenbedingungen einer Arbeit wie Produktionserfordernisse, Öffnungs- oder Unterrichtszeiten Flexibilität zulassen. Am häufigsten an starre Arbeitszeitregelungen gebunden waren im Jahr 2010 Beschäftigte im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen (73,2 %), im Bereich Verkehr und Lagerei (70,3 %), im Gastgewerbe (69,4 %) sowie beim Baugewerbe (69,3 %). Am seltensten fanden sich starre Arbeitszeitmodelle in einer Reihe von Dienstleistungsbranchen wie den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (28,4 % der Beschäftigten) aber auch in der öffentlichen Verwaltung (33,8 % der Beschäftigten). In den zuletzt genannten Bereichen spielten gleichzeitig Arbeitszeitkonten eine herausragende Rolle: sie ermöglichten 51,8 % der Beschäftigten in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen und 45,0 % der Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung eine flexible Arbeitszeiteinteilung. Gleitzeitregelungen kommen !
in diesen Branchen ebenfalls häufiger vor, spielen insgesamt aber eine nachrangige Rolle.
Die Anwendung flexibler Arbeitszeiten unterscheidet sich teilweise auch nach Berufen erheblich. Führungskräfte konnten diese mit 67,2 % und Personen in akademischen Berufen mit 56,3 % am häufigsten nutzen. Am seltensten hatten Anlagen- und Maschinenbediener/-innen (15,7 %), Personen in landwirtschaftlichen Berufen (18,5 %) sowie Personen in Dienstleistungsberufen und Verkäufer/-innen eine solche Regelung.
Führungskräften steht als einziger Berufsgruppe (mit 8,3 %) relativ häufig eine völlig flexible Arbeitszeitgestaltung offen. Allerdings scheint dies seinen Preis zu haben: Beschäftigte mit völlig flexiblen Arbeitszeiten arbeiteten meist am längsten. 57,1 % dieser Gruppe mit Vollzeitstelle arbeiteten mehr als 40 Stunden pro Woche, bei den Beschäftigten mit fester Arbeitszeit waren es 15,1 %.
Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Weitere Auskünfte gibt:
Christian Wingerter,
Telefon: (0611) 75-3496,
www.destatis.de/kontakt
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Datum: 29.11.2011 - 10:45 Uhr
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