Röttgen: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz rechnen sich auch für Europa
ID: 540835
Röttgen: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz rechnen sich auch für Europa
Die EU-Kommission hat heute einen Energiefahrplan, die Energy Roadmap 2050, vorgestellt. Darin werden verschiedene Wege aufgezeigt, wie die europäischen Klimaschutzziele technisch und ökonomisch erreicht werden können. Dazu erklärt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen:
"Um seine Klimaziele zu erreichen, muss Europa stärker als bisher auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Das ist für mich die zentrale Botschaft des EU-Energiefahrplans 2050. Die vorgelegten Energieszenarien zeigen außerdem, dass der Umstieg auch unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Der stärkere Einstieg in die erneuerbare Energieversorgung ist keineswegs teurer als eine Energiestrategie, die auf höhere Anteile der konventionellen Energien baut. Die Gesamtkosten des Energiesystems liegen in allen Szenarien günstiger, als wenn wir so weitermachen würden als bisher. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind die Schlüssel für eine sichere und bezahlbare Versorgung und einen wirksamen Klimaschutz."
Der Bundesumweltminister verwies darauf, dass die Kommission bewusst keine Empfehlung für einen künftigen Energiemix abgegeben habe. Der vorgelegte Fahrplan bestätige aber: "Die Bundesregierung hat mit der beschlossenen Energiewende den richtigen Kurs eingeschlagen. Wir wollen die Energiewende so gestalten und umsetzen, dass davon Impulse für Innovationen und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung ausgehen. Darüber spreche ich in dieser Woche mit Vertretern der Industrie und verschiedener Branchen. Die Energiewende nützt nicht nur dem Klimaschutz, sie ist auch ökonomisch sinnvoll. Sie führt zu neuen Technologien, industriellem Fortschritt, wirtschaftlichem Wachstum und stärkt unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Wenn der Umstieg in Deutschland gelingt, wird er andere zum Nachahmen reizen". Es liege im eigenen Interesse Europas, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit konsequenten Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz zu verknüpfen und diesen Weg entschlossen voranzutreiben."
Hinweise zu den Szenarien
Die EU-Kommission hat verschiedene Szenarien berechnet. In zwei Modellen, die ein "Weiter so" ohne zusätzliche Maßnahmen fortschreiben (Referenzszenarien), werden die Klimaschutzziele verfehlt. In fünf weiteren Analysen werden Pfade zu einer emissionsarmen Energieversorgung (Dekarbonisierungsszenarien) abgebildet. In den Modellen werden die Optionen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kernenergie und CCS-Technik unterschiedlich stark aufgegriffen. In allen diesen fünf Modellen werden die Vorgaben für die Senkung der Treibhausgasemissionen um rund 85 Prozent erreicht. Die Gesamtkosten des Energiesystems (Brennstoffe, Investitionen, Be-triebskosten etc.) liegen in allen fünf Analysen eng beieinander und unter denen der zwei Refe-renzmodelle. Innerhalb dieser Szenarien sind die vorgesehenen Preisannahmen teilweise nicht nachvollziehbar. Beispielsweise werden für Kernenergie und CCS-Technologie eher zu niedrige Kosten angenommen, dagegen für die erneuerbaren Energien zu hohe Technologiekosten angesetzt. Diese liegen real bereits deutlich unter den Annahmen der Kommission.
Hrsg: BMU-Pressereferat, Stresemannstraße 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich) Dr. Elke Mayer, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
Tel.: 030 18 305-2010. Fax: 030 18 305-2016
E-Mail: presse@bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 15.12.2011 - 12:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 540835
Anzahl Zeichen: 3784
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 299 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Röttgen: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz rechnen sich auch für Europa"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Müller Produktions GmbH aus Ungerhausen (Bayern) erhält rund 300.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Damit wird ein Konzept des Unternehmens gefördert, mit dem der Bedarf an externer Energie minimiert werden soll. Ziel ist es, 100 Prozent der selbsterzeu
Hendricks will Integration von Zuwanderern vorantreiben ...
Programm "Soziale Stadt" wird aufgestockt Bundesbauministerin Barbara Hendricks warnt vor Dramatisierungen bei der sogenannten Armutszuwanderung - und kündigt schnelle Hilfen an: "Qualifizierte Zuwanderer sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Diese Menschen brauchen UnterstÃ
Katherina Reiche: Bürgerbeteiligung beim Windkraftausbau verbessern ...
entur Windenergie an Land nimmt Arbeit auf Für eine Stärkung der Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Windenergie an Land hat sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, ausgesprochen. "Die meisten Bürger stehen der Energiewende positiv gegenüb
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Neue bundesweite Endlager-Suche starten, Gorleben ausschließen ...
KW-Betreiber zur Finanzierung heranziehen Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, die Atomkraftwerksbetreiber zur Finanzierung der neuen Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll heranzuziehen. "Bald zwei Mi
Paasch verlegt Kabel im Naturschutzgebiet zu einem Seepegel ...
Der Seepegel Schleimünde befindet sich auf der Nordseite der Schleimündung ca. 150 m seeseitig der Uferlinie der Lotseninsel in der Ostsee. Die Energieversorgung und Datenübertragung erfolgt durch 2 Kabel, die vom Pegel etwa in Richtung Westen verlaufen und zu einem Gebäude im Süden der Lots
Kostenlose Plattform für Modernisierer motiviert Hauseigentümer zur Gebäudesanierung / BestPractice Archiv auf rund 400 Vorzeigeobjekte erweitert / Neue Upload-Möglichkeit für Modernisierer ...
Erfolgreiche Modernisierungsbeispiele auf einen Blick: Die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne "Klima sucht Schutz" zeigt Effizienz-Vorbilder in ihrem BestPractice Archiv. Laut Bundesweitem Heizspiegel 2011 sind die Heizkosten in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren u
Energie- und Umwelttechnologie in der Schweiz boomen - grünes Bauen liegt im Trend ...
(Düsseldorf/Lausanne, 15. Dezember 2011). Aktuell im November meldete Germany Trade & Invest (GTAI) in "Wirtschaftstrends Schweiz - Jahreswechsel 2011/12" von der erfreulichen Lage bei den Bauinvestitionen in der Schweiz. Impulse kommen aus dem Schweizer Wohnungsbau und von Großpro




