Neue OZ: Kommentar zu USA / Wahlen
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Es gibt einfachere Jobs, als Präsidentschaftskandidat der
Republikaner zu sein. Dazu trägt der quälend lange Vorwahlkampf
seinen Teil bei: Mit dem Auftaktvotum in Iowa ist nichts entschieden.
Nur in zwei von fünf Fällen hatte in den vergangenen 25 Jahren der
endgültige Präsidentschaftskandidat der "Grand Old Party" auch in
Iowa triumphiert. Mögen die ersten Bewerber jetzt ihren Hut nehmen,
es bleiben genug Streithähne, die sich gegenseitig medienwirksam an
die Gurgel gehen werden. Ohne bleibende Schäden daraus hervorzugehen
ist schwer.
Wer das parteiinterne Rennen als Sieger beendet, startet mit einer
schweren Hypothek in den eigentlichen Wahlkampf gegen Amtsinhaber
Barack Obama. Die Blockade-Politik der Republikaner brachte die USA
2011 in die Nähe der Staatspleite. Zudem votierten sie gegen mehr
Steuern für Reiche. Das kam bei der Mehrheit der US-Bürger nicht gut
an.
Das verlorene Vertrauen muss wiederhergestellt werden. Dabei
helfen die schrillen Thesen aus dem Vorwahlkampf nicht. Denn den Weg
ins Weiße Haus bereiten Wechselwähler und Minderheiten, die
mittlerweile 27 Prozent der Stimmen ausmachen. Mit einer radikalen
Abschottung von Mexiko und anderen Kuriositäten sind diese nicht zu
gewinnen. Der Sieg führt über lösungsorientierte und damit
vernünftige Politik. Und davon muss zu allem Überfluss auch noch die
eigene Partei überzeugt werden.
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Datum: 03.01.2012 - 22:00 Uhr
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