Neue OZ: Kommentar zu Bundespräsident / Wulff
ID: 549410
Wie schnell man sich unter Druck vergaloppieren kann, zeigte in
dem Interview mit Christian Wulff ausgerechnet eine Journalistin. Sie
selbst zahle 150 Euro pro Nacht, wenn sie bei Freunden schlafe, sagte
ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten. Glaubhaft ist das
nicht. Aber selbst, falls es stimmt, ging dieser Punkt an den
Präsidenten: "Dann unterscheidet Sie das von mir in dem Umgang mit
den Freunden", beschied er der öffentlich-empörten Fragestellerin
kühl.
Nun stand in der Sendung nicht sie am Pranger, sondern Wulff.
Trotzdem bleibt die Episode beispielhaft für eine erhebliche Portion
Doppelmoral, die sich durch die vergangenen Wochen zog. Was hat Wulff
auf dem Anrufbeantworter genau gesagt? Dem bisherigen Ablauf der
Affäre nach dürfte es auf verschiedene Weise interpretiert werden,
oftmals voreingenommen. Am Mittwoch waren die ersten kritischen
Kommentare jedenfalls schon geschrieben, bevor die Inhalte des
Interviews überhaupt bekannt wurden.
Es ist höchste Zeit, die Sache nicht mehr künstlich in die Länge
zu ziehen. Und sich zu fragen, wozu das Amt des Bundespräsidenten
nach alledem noch gut ist. Unabhängig vom jeweiligen Inhaber muss es
gestärkt werden. Es changiert zwischen Grußonkel, Königsersatz, und
verfassungsrechtlichem Oberhaupt einer parlamentarischen Demokratie.
Kein Kandidat erfüllt angesichts der wabernden Vielfalt alle
Anforderungen, die von ihm erwartet werden. Die Wahlumstände tun ein
Übriges. Auch deshalb verliert der Posten mit jeder neuen Besetzung
an Glanz.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.01.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 549410
Anzahl Zeichen: 1887
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 247 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Bundespräsident / Wulff"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Nicholas Galitzine, Darsteller des Actionhelden He-Man, offenbart schmerzhafte Nachwirkungen seines Filmdrehs: "Ich bin ja gar nicht blond. Und mich derart oft zu blondieren, war hart. Gegen Ende der Dreharbeiten war mein Haar wie Stroh. Es brach einfach ab", sagte der 31-Jährige der &quo
Union drängt auf raschen Gesetzentwurf zur Abschaffung des Acht-Stunden-Tages / Tourismus-Koordinator Christoph Ploß (CDU): "Eine Verzögerung können wir uns nicht mehr leisten" ...
Angesichts von Verzögerungen bei der Umsetzung von Regierungsbeschlüssen fordert der Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, Christoph Ploß (CDU), eine sofortige Reform des Arbeitszeitgesetzes hin zu mehr Flexibilität für die Wirtschaft. "Die Reform des Arbe
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) empfiehlt ihren neuen Religionsunterricht anderen Bundesländern zur Nachahmung ...
Vor der Einführung des deutschlandweit ersten Religionsunterrichts, der von der katholischen und den evangelischen Kirchen gemeinsam verantwortet wird, hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) eine Übernahme des Konzepts auch in anderen Bundesländern vorgeschlagen. "
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Parteien / FDP ...
Bei der FDP dicke Luft Das FDP-Schiff dampft und segelt nicht, vielmehr knirscht es vernehmlich unter dem Kiel. Lautsprecher Guido Westerwelle regelt nichts mehr, und sein Nachfolger auf der Brücke, Philipp Rösler, dringt mit seiner Flüstertüte auch nicht durch. Dafür gibt es mit Patric
Neue OZ: Kommentar zu Kommunen / Finanzen ...
Klagen ohne Ende Wenn die Kommunen in Deutschland eines Tages nicht über fehlendes Geld klagen sollten, ist entweder ein Wunder geschehen, oder es gibt keine Kommunen mehr. Selbst wenn die Konjunktur brummt wie zuletzt, Einnahmequellen munter sprudeln und man schwarzen Zahlen gefährlich na
Neue OZ: Kommentar zu USA / Verteidigung ...
Klammer Weltpolizist Einschnitte beim US-Militär sind überfällig. Denn auch die Weltmacht USA kann es sich nicht leisten, Rüstung und Kriege auf Pump zu finanzieren, während die sozialen Spannungen zunehmen: Warum in Bagdad und Kabul kämpfen, wenn in New York und Los Angeles die Zahl de
Neue OZ: Kommentar zu Inneres / Sicherheit / Verfassungsschutz / Islam ...
Auf Augenhöhe mit den Feinden Achtung, Verfassungsschutz liest mit! So ähnlich könnten die Betreiber islamkritischer bis -feindlicher Internetseiten ihre Autoren künftig begrüßen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass einer der rechten Online-Hassprediger deswegen seine Finger stil




