ots.Audio: "Es ist klar, dass es in Europa noch Risiken gibt, aber wir erwarten ein Wachstum vo

ots.Audio: "Es ist klar, dass es in Europa noch Risiken gibt, aber wir erwarten ein Wachstum von 4 bis 5 Prozent"

ID: 550691
(ots) -
Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche gibt zum Auftakt der Detroit Motor
Show einen Ausblick auf das Automobiljahr 2012 INTERVIEW MIT DR.
DIETER ZETSCHE

Anmoderation:

In Detroit hat heute (Montag, 09.01.2012) mit dem ersten Pressetag
die traditionelle North American Auto Show begonnen. Bei
Mercedes-Benz und smart wurde die halbstündige Pressekonferenz zu
einer Show der Neuheiten. Gleich vier Weltneuheiten präsentierte der
Konzern: den neuen SL, die beiden HYBRID-E-Klasse-Fahrzeuge E 300
Bluetec Hybrid, den E 400 HYBRID und das Konzept-Car smart for us.
Besonders der SL und der smart sorgten in der völlig überfüllten
Pressekonferenz für spontanen Beifall und ein regelrechtes
Blitzlichtgewitter. Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche nutzte die
Gelegenheit, um die aktuellen Umsatzzahlen des Jahres 2011 und die
Zahlen vom US-Markt zu präsentieren. Am Rande der Pressekonferenz in
Detroit haben wir uns mit Dr. Dieter Zetsche unterhalten:

1. Herr Dr. Zetsche, wie in jedem Jahr trifft sich die
Automobilbranche zum Jahresanfang in Detroit. Mit welchen Erwartungen
geht Ihr Unternehmen in das neue Jahr? Sicherlich sind wir in
irgendeiner Form auch beeinflusst von dem wirtschaftlichen Umfeld,
und hier ist es klar, dass es insbesondere in Europa natürlich noch
signifikante Risiken gibt für die weitere Entwicklung. Wir gehen von
dem aus unserer Sicht wahrscheinlichsten Szenario aus, von einem
moderaten weltweiten Wachstums im Durchschnitt von knapp 3 Prozent
Bruttosozialprodukt-Entwicklung. Wir glauben, dass in diesem Umfeld
die Automobilmärkte sich im Durchschnitt in der Größenordnung von 4,
vielleicht 5 Prozent entwickeln können, regional sehr
unterschiedlich. Wenn das Umfeld sich so einstellt, dann werden wir
auch gute Chancen haben, uns mit Mercedes wiederum signifikant im
Wachstum präsentieren zu können. (0'43)



2. Welche Bedeutung hat der US-Markt für die deutsche
Autoindustrie? Für uns ist es nach wie vor der größte Exportmarkt.
Wir freuen uns deshalb besonders, dass wir hier im letzten Jahr
wieder ganz erfolgreich waren mit 13 Prozent Wachstum in diesem
Markt. Das ist sehr wichtig für uns. (0'17)

3. Sie haben in Detroit heute vier Weltpremieren gezeigt, den
neuen SL, zwei Hybrid-E-Klassen und den smart for us, einen Pickup.
Wie waren die Reaktionen? Ich glaube, es war bei allen vier
Fahrzeugen ein deutlicher Applaus zu sehen. Man muss natürlich etwas
genauer hingucken, wie stark da die eigenen Kollegen mit beteiligt
sind, wie weit die Journalisten, aber ich glaube schon, dass die
Reaktion sehr positiv war, und das merkt man auch anschließend, wenn
die Journalisten dann zu den Autos strömen. Da kamen schon sehr, sehr
positive Reaktionen, ganz besonders auch zu dem neuen SL. Das ist
natürlich für uns ein ganz wichtiges Datum, wenn eine solche Ikone in
eine neue Generation geführt wird, dann schlagen unsere Herzen höher.
(0'34)

4. Für die sechste Generation des SL gab es bereits im Vorfeld
jede Menge Lob. Die Tatsache, dass Sie ihn in Amerika vorgestellt
haben, hat sicher damit zu tun, dass der Markt für den SL sehr
wichtig ist? Der amerikanische Markt spielt für den SL eine große
Rolle, der SL hoffentlich auch für den amerikanischen Markt, wir
haben hier das größte Absatzpotential. Letztlich ist dieses
Fahrzeug von diesem Markt zuerst als ein Straßenfahrzeug gefordert
worden, insofern ist das eine Symbiose, die zwischen dem Fahrzeug und
dem Markt besteht. (0'19)

5. Die beiden Hybrid-Modelle, der E 300 Bluetec Hybrid und der E
400 HYBRID sind sicher sehr bewusst gerade jetzt in den USA
vorgestellt worden? Ganz klar, der Benzin-Hybrid ist ein perfektes
Auto für diesen Markt, hohe Leistung bei extrem günstigen
Verbrauchswerten. Der Diesel-Hybrid ist sicherlich zunächst einmal
ein europäisches Fahrzeug, auch so konzipiert, aber wir sind eine von
nur zwei Marken weltweit, die überhaupt einen Diesel-Hybrid in ihrem
Portfolio haben und damit das Potential beider Spartechnologien
kombinieren und zu unglaublichen Werten damit gelangen, mit 109 Gramm
CO2 mit einem E-Klasse-Fahrzeug, davon hätte ich vor wenigen Jahren
nicht mal zu träumen gewagt. (0:40)

Abmoderation:

Daimler-Vorstandschef Dr. Dieter Zetsche im Interview am ersten
Pressetag bei der Detroit Motorshow, die am Montag (09.01.2012) mit
dem Pressetag begonnen hat.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.



Pressekontakt:
Ansprechpartner:
Mercedes-Benz, Wolfgang Zanker, Claudia Merzbach 0711 17 95379
all4radio, Hermann Orgeldinger 0711 3277759 0

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Datum: 09.01.2012 - 19:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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Stadt:

Detroit, USA



Kategorie:

Auto & Verkehr



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