ÖDP prangert Massentierhaltung an

ÖDP prangert Massentierhaltung an

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ÖDP prangert Massentierhaltung an



(pressrelations) -
Maier: "Geiz ist lebensgefährlich"

"Von Massentierhaltungsanlagen gehen große gesundheitliche Gefahren aus." Das sagt Ludwig Maier, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Landwirtschaft/Tierschutz/Gentechnik in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), anlässlich des aktuellen Skandals wegen antibiotikaresistenter Keime in Hähnchenfleisch.

Maier hofft, dass endlich die betroffenen Handelsketten reagieren und Fleisch aus Massentieranlagen aus dem Sortiment nehmen und so ein deutliches Zeichen für den Verbraucher setzen. "Geiz ist nämlich nicht geil, Geiz ist in diesem Fall lebensgefährlich," so der ÖDP-Politiker. Der Grund: Antibiotikaresistente Keime können bei übermäßigen Verzehr beim Menschen Antibiotikaresistenzen auslösen. Bei einer ernsthaften Erkrankung können dann bestimmte Medikamente nicht mehr wirken.

Obwohl der Einsatz wachstumsfördernder Antibiotika, laut Maier, in der Hähnchenmast nicht mehr zulässig sei, werde dennoch das Verbot im großen Stil missachtet. Dies gehe aus einer Studie des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hervor. Laut Studie seien 83 Prozent der untersuchten Mastdurchgänge antimikrobiell wirksame Mittel verabreicht worden. Die Überwachungsbehörden hatten die Daten von 962 Hähnchenmastdurchgängen aus 182 Betrieben im ersten Halbjahr 2011 ausgewertet. Das Ergebnis legte laut Bericht den Schluss nahe, dass Mäster Antibiotika trotz Verbot weiterhin einsetzen.

ÖDP-Politiker Maier fragt sich, wie die Mäster ungehindert an solche Mengen von Antibiotika kommen, welche eigentlich nur in begründeten Fällen durch den Tierarzt verabreicht werden dürfen. "Wo ist die Gesetzeslücke? Das zeigt, dass Regierungen von Bund und Ländern ihrer Verantwortung nicht nachkommen."

Maier fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner offen zum Handeln auf, denn er sieht das deutsche Grundgesetz verletzt.
Art. 2, Abs. 2 sagt: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversertheit.



Art. 20a sagt: Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftige Generation die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Die ÖDP ruft zur Teilnahme an der Demonstration "Wir haben es satt" für eine bessere Landwirtschaft am 21. Januar in Berlin auf. Mehr dazu: http://www.wir-haben-es-satt.de/

"Nur wenn die Politik unter Druck gesetzt wird, wird sich etwas verändern," so Maier.


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Datum: 12.01.2012 - 12:15 Uhr
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