Geldwäsche-Ermittlung gegen SIGNA eingestellt
ID: 553872
Die Wiener Staatsanwaltschaft bestätigte die Einstellung der
Ermittlungen Österreichs aufgrund des Verdachts auf Geldwäsche gegen
die von Immobilieninvestor Rene Benko geleitete SIGNA Group. "Die
Anschuldigungen konnten nicht nachgewiesen werden", so ein Sprecher.
Die Untersuchung folgte einer Routinekontrolle, die nach
Übermittlungen von Geldern von einem privaten Treuhandkonto Rene
Benkos an eine Bank in Luxemburg durchgeführt wurde. Der Transaktion
konnte jedoch keine Unrechtmässigkeit nachgewiesen werden. Die
Einstellung der Ermittlungen sollten nun eine Übernahme der deutschen
Kaufhauskette Kaufhof durch Benko begünstigen.
Anfang November 2011 unterbreitete Benko ein Kaufangebot in Höhe
von geschätzten 2,4 Milliarden Euro für die Kaufhof-Kette, die Teil
des deutschen Einzel- und Grosshandelsriesen Metro Group ist und
20.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Dies löste eine Übernahmeschlacht mit dem deutsch-amerikanischen
Investor Nicolas Berggruen aus, der starkes Interesse an einem
Zusammenschluss von Kaufhof mit seiner Kaufhauskette Karstadt hat.
Als die Neuigkeiten über die Geldwäsche-Ermittlung gegen Benko im
November Schlagzeilen machten, erregte diese aufgrund der laufenden
Verhandlungen mit Kaufhof Misstrauen.
Benko stritt jedes Fehlverhalten ab und wies die Vorwürfe als
Verleumdungskampagne zurück. Nichtsdestotrotz herrscht weitgehendes
Einvernehmen darüber, dass diese Anschuldigungen zu einer Verzögerung
der Veräusserung der Kaufhof-Kette führten.
Es wird erwartet, dass Benkos Entlastung ihm nun zu einem Sieg im
Kampf um die Akquisition von Kaufhof verhilft.
Pressekontakt:
Andrea Giannotti +44(0)7825-892-640
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Datum: 13.01.2012 - 20:44 Uhr
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