Geplante Flugdienstzeitregeln in Europa mangelhaft - Pilotenverband befürchtet erhöhtes Unfallrisiko
ID: 556365
Der heute veröffentlichte Gesetzesentwurf zu neuen Flugdienst- und Ruhezeiten für Piloten ignoriert in vielen Bereichen die wissenschaftliche Forschung über die menschliche Leistungsfähigkeit. Nach Ansicht der Vereinigung Cockpit sind auch an der bereits überarbeiteten Version Korrekturen dringend notwendig.
Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert, den neuen Bestimmungen für die Flugdienst- und Ruhezeiten primär wissenschaftliche Erkenntnisse zugrunde zu legen, die eine deutliche Einschränkung der Dienstzeit empfehlen. Bei der aktuellen Fassung des Gesetzesvorschlags sind zwar einige Verschlechterungen im Sinne der Flugsicherheit zurückgenommen worden. Dennoch besteht nach wie vor Handlungsbedarf.
Studien belegen, dass Übermüdung das Konzentrationsvermögen und die Reaktionszeit des Menschen ähnlich beeinträchtigen wie Alkoholkonsum. Dennoch erlauben die Gesetze, dass Piloten unter anderem bis zu 15 Stunden am Stück im Einsatz sein dürfen, obwohl bereits nach 12 Stunden Dienstzeit das Flugunfallrisiko auf mehr als das Fünffache steigt. Bei etwa jedem fünften Flugzeugunglück spielt die Übermüdung der Besatzung eine Rolle.
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Vereinigung Cockpit, Unterschweinstiege 10, 60549 Frankfurt, Tel.: 069 / 69 59 76 - 0,
Datum: 18.01.2012 - 14:50 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Luft- / Raumfahrt
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Freigabedatum: 18.01.2012
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