Südwest Presse: Komentar zu Nigeria
ID: 558541
christliche Kirchen. Doch was derzeit in Nigeria geschieht, ist kein
Krieg der Religionen. Es ist ein grausamer Feldzug einer
extremistischen Terrorgruppe, die Nigeria in einen Bürgerkrieg bomben
will: Muslime sollen sich gegen Christen erheben - und umgekehrt. Von
der so entstehenden politischen und wirtschaftlichen Destabilisierung
würde Boko Haram profitieren, eine Terrorgruppe, die Al-Kaida
nahesteht und mit Geld aus Saudi-Arabien finanziert wird. Diese
Extremistengruppe hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu Nutze
gemacht, dass die Regierung in Abuja unfähig war, für Sicherheit im
Land zu sorgen und extremistische Straftaten mit Härte zu verfolgen.
Als Brandbeschleuniger der jetzigen Eskalation sollen Fanatiker der
Religionen dienen. Deshalb wird mit Anschlägen auf Kirchen Stimmung
gemacht. Doch die Wurzeln der Gewalt im bevölkerungsreichsten Land
Afrikas heißen Armut, Korruption und eine weitverbreitete Ignoranz
der herrschenden Eliten für die Grundbedürfnisse ihrer Bevölkerung.
Eine ganze Generation junger Menschen ist deshalb ohne Perspektive.
Die Hoffnungslosigkeit lässt sie zum Werkzeug wütender Extremisten
werden. Das bedeutet: Die Verantwortung für den Konflikt liegt bei
der Politik. Von dort muss die Lösung kommen - in Form einer
Wirtschaftspolitik, die Einkommen aus der Erdölförderung nutzt,
Arbeitsplätze zu schaffen. Ausländische Regierungen und die Kirchen
müssen die Machthaber in Abuja mit Nachdruck auf den Weg weisen. Ein
in einen Bürgerkrieg abgleitendes Nigeria hätte massive Folgen. Nicht
nur für Afrika.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.01.2012 - 19:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 558541
Anzahl Zeichen: 1892
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 292 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Komentar zu Nigeria"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Mitteldeutsche Zeitung: zu Lehrerausbildung in Sachsen-Anhalt ...
Mehr junge Lehrer sollen in Sachsen-Anhalt ihr Referendariat absolvieren können. Deshalb wurde die Ausbildungszeit so verkürzt. Offensichtlich ist die Reform aber noch nicht so durchdacht, dass Inhalte und Organisation ausreichend an die Kürzung des Referendariats von 24 auf 16 Monate angepas
Mitteldeutsche Zeitung: zu Verfassungsschutz und Linkspartei ...
Die Tatsache, dass allein das Bundesamt für Verfassungsschutz 27 Bundestagsabgeordnete und 11 Landtagsabgeordnete der Linkspartei beobachtet, ist ein Skandal. Denn darunter sind zahlreiche Pragmatiker der Partei - Menschen also, die nicht radikal sind, sondern an den Radikalinskis in den eigenen
Mitteldeutsche Zeitung: zu Rechtsradikale und Dessau ...
Wenn es denn noch eines Beweises bedurft hätte, wie wichtig das Kurt-Weill-Fest für das Selbstverständnis der Stadt Dessau-Roßlau und des Landes Sachsen-Anhalt ist, dann haben die Ereignisse dieses Wochenendes ihn geliefert. Denn während am Samstagabend Demonstranten durch Dessaus Straßen
Stuttgarter Nachrichten: zu den anhaltenden Protesten gegen Stuttgart 21: ...
"Schien die Atmosphäre bei der Absperrung des Südflügels des Hauptbahnhofs noch entspannt, so war die Polizei jetzt bei der Baumfällaktion mit einem wachsenden Aggressionspotenzial konfrontiert. Daher sind nun die Sprecher der Protestbewegung gefordert, ein Zeichen zu setzen. Denn in




