Männer sind Vorsorgemuffel / Frauen nutzen zahnärztliches Bonusheft laut Umfrage öfter

Männer sind Vorsorgemuffel / Frauen nutzen zahnärztliches Bonusheft laut Umfrage öfter

ID: 563139
(ots) - Zahnärztliche Vorsorge ist den Deutschen wichtig,
aber Frauen achten mehr darauf als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt
eine repräsentative Umfrage des Instituts der Deutschen Zahnärzte
(IDZ) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach.

Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der gesetzlich
Krankenversicherten auf die Führung ihres zahnärztlichen Bonusheftes
achtet' Frauen deutlich akkurater als Männer. Fast Dreiviertel der
Frauen aber nur etwas mehr als die Hälfte der Männer pflegen ihr
Heft. Gesetzlich Krankenversicherte mit höherer Schulbildung achten
insgesamt sehr viel stärker auf die Aktualisierung des Bonusheftes
als Personen mit einfacher Schulbildung. Immerhin ein Fünftel der
Befragten gab an, nicht auf die Führung eines Bonusheftes zu achten,
obwohl sich die Zuschüsse der Krankenkassen bei Zahnersatz dadurch um
bis zu dreißig Prozent erhöhen.

"Es ist erfreulich, dass der regelmäßige Kontrollbesuch in der
Zahnarztpraxis für die Mehrheit zur Routine geworden ist", erklärt
der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, "nur rund
ein Sechstel der Patienten kommt wegen akuter Beschwerden. Das zeigt,
wie wichtig die Patienten Vorsorge nehmen."

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen
Bundesvereinigung, Dr. Jürgen Fedderwitz, sieht allerdings in
bestimmten Bereichen Nachholbedarf: "Wir müssen nicht nur zusehen,
dass die Männer in punkto Vorsorge zu den Frauen aufschließen.
Ausgerechnet in den bildungsschwachen Bevölkerungsgruppen, in denen
es besonders wichtig wäre, wird das Bonusheft noch zu wenig genutzt.
Dabei ist gerade dort das Erkrankungsrisiko überdurchschnittlich
hoch. Wir müssen also noch intensiver aufklären."

Insgesamt hat sich die wachsende Vorsorgeorientierung aber längst
ausgezahlt. Die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland hat in


den letzten zwanzig Jahren massive Fortschritte gemacht. Bei Kindern
und Jugendlichen belegt Deutschland im internationalen Vergleich
mittlerweile einen Spitzenplatz.

Hintergrund:

Die Studienergebnisse über "Einstellungen und Bewertungen der
Bevölkerung zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland" stützen
sich auf die Befragung von 1.788 Personen, die einen repräsentativen
Querschnitt der erwachsenen deutschen Wohnbevölkerung in der
Bundesrepublik bilden. Die Erhebung wurde im April/Mai 2011 vom
Institut für Demoskopie Allensbach in Zusammenarbeit mit dem IDZ
durchgeführt. Die Studie wurde als IDZ-Information I/2012
veröffentlicht. Sie ist erhältlich über: www.idz-koeln.de.



Pressekontakt:
BZÄK: Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: 030 40005-150,
presse@bzaek.de
KZBV: Dr. Reiner Kern, Telefon: 030 280 179-27, presse@kzbv.de

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Datum: 30.01.2012 - 08:45 Uhr
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