Hintergrund: "integrierte" Dauer der Arbeitslosigkeit
ID: 564111
Arbeitslosigkeit
Die im März 2011 erfolgte Umstellung auf eine integrierte
statistische Datenbasis für die Arbeitslosen-Statistik kann nun auch
für die Ermittlung der Dauer der Arbeitslosigkeit genutzt werden. Die
Dauer der Arbeitslosigkeit lässt sich nun genauer abbilden: Die
Verzerrungen durch Trägerwechsel, Datenlieferausfälle und verspätete
Arbeitslosmeldungen werden minimiert und die bisherige Unterzeichnung
der statistischen Dauer durch die unzureichende Datengrundlage wird
aufgehoben. Dies betrifft sowohl die abgeschlossene Dauer der
Arbeitslosigkeit (bei Beendigung der Arbeitslosigkeit) als auch die
bisherige Dauer der Arbeitslosigkeit (für die am aktuellen Zähltag
arbeitslosen Menschen). Da die Datengrundlage für die Ermittlung der
Dauer der Arbeitslosigkeit jetzt vervollständigt wurde; fallen die
gemessenen Arbeitslosendauern länger aus und die Zahl der
Langzeitarbeitslosen ist größer. Die Zahl der jetzt ausgewiesenen
Langzeitarbeitslosen ist auch deshalb deutlich höher, weil nunmehr
auch die Langzeitarbeitslosen in Jobcentern zugelassener kommunaler
Träger mitgezählt werden können. Die Eckwerte der Statistik wie
Zugang, Abgang und Bestand sind von den Änderungen nicht betroffen.
Insgesamt sind die Neuberechnungen nicht mit einem Anstieg der
Langzeitarbeitslosigkeit gleichzusetzen. Nach der neuen Auswertung
waren im Jahr 2011 durchschnittlich 1.056.000 Menschen länger als
zwölf Monate arbeitslos. Gegenüber den bisher veröffentlichten Zahlen
sind dies 97.000 oder 10 Prozent mehr. Dabei hat die
Langzeitarbeitslosigkeit auch auf der neuen Datengrundlage seit 2007
deutlich abgenommen; in der Berechnung der integrierten Statistik in
absoluter und relativer Betrachtung sogar etwas stärker. Die
Umsetzung der neuen Auswertung erfolgt erstmals zum Berichtsmonat
Januar 2012 und wird rückwirkend bis Januar 2007 revidiert.
Die Nutzer der Arbeitslosen-Statistik können ab 31. Januar 2012 ht
tp://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Startseite/Startseite-Nav
.html die Daten im Internet abrufen und in ihre Berichtssysteme
übernehmen. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie auch im
Monatsbericht und auf der Seite http://statistik.arbeitsagentur.de/
unter Aktuelles.
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.
Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487
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Datum: 31.01.2012 - 10:13 Uhr
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