Verbraucher sollten sich auf neue Abgeltungssteuer vorbereiten
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Sparverhalten, Vermögen und Altersvorsorge auf den Prüfstand stellen
Jeder Anleger und Vorsorgesparer sollte die Veränderungen im Auge behalten und sich frühzeitig beraten lassen, denn die Auswirkungen seien vielfältig: „Besonders folgenreich ist, dass die bisherige zwölfmonatige Spekulationsfrist für Veräußerungsgewinne einschließlich der Freigrenze von 512 Euro im Jahr entfällt. Aktien- oder Fondsanleger, die ihre Kursgewinne bisher nach einem Jahr steuerfrei ausbezahlt bekamen, müssen diese beim Verkauf künftig versteuern“, so Liminski im Gespräch mit NeueNachricht.
Auch das Halbeinkünfteverfahren entfällt, wonach Dividenden und Spekulationsgewinne aus Aktiengeschäften nur zur Hälfte steuerpflichtig seien. „Jeder sollte daher sein Sparverhalten, sein Vermögen und seine Altersvorsorge auf den Prüfstand stellen und die Auswirkungen der neuen Steuer prüfen lassen“, rät der Bonner Finanzökonom. Bis Ende des Jahres könnten sich Sparer noch auf die Veränderungen einstellen. „Wer beispielsweise bis zum 31.12.2008 in einem Investmentfonds einsteigt, kassiert Gewinne beim Verlauf noch steuerfrei , wenn die Anlage länger als ein Jahr läuft“, betont Liminski. Dadurch könne die Kapitalauszahlung im Vergleich zu einer später abgeschlossenen steuerpflichtigen Anlage deutlich höher ausfallen.
Eine Informationsveranstaltung zu den Auswirkungen der Abgeltungssteuer findet im Bonner Hotel Bristol am Donnerstag, den 28. August 2008, um 19 Uhr statt. Referenten Achim Neuhaus (Steuerberater, Certified Financial Planner, Partner von Neuhaus, Weller & Partner) und Thorsten Winkelmann (Vice President und Senior Portfolio Manager European Equities von der Allianz Global Investors).
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Datum: 20.08.2008 - 10:24 Uhr
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