Gesundheitsminister Daniel Bahr setzt auf Regionalität / Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-W

Gesundheitsminister Daniel Bahr setzt auf Regionalität / Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg sind bundesweit Vorbild

ID: 565581
(ots) -
Gesundheitsminister Daniel Bahr setzt bei der hausärztlichen
Versorgung in Deutschland auf mehr Vielfalt und Regionalität: Die
Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg sind Vorreiter
für neue, patientenorientierte Versorgungsstrukturen, sagte der
Minister am Mittwoch (01.02.2012) anlässlich eines Besuches einer
Hausarztpraxis in Stuttgart. Der Hausarztvertrag, den die AOK mit dem
Hausärzteverband und MEDI im Lande vor mehr als drei Jahren
geschlossen hat, rückt den Hausarzt als Lotsen in den Mittelpunkt der
ärztlichen Versorgung. Mittlerweile nehmen über einer Million
Versicherte der AOK und mehr als 3.500 Hausärzte daran teil.

"Die Hausarztverträge in Baden-Württemberg sind die 'Mutter der
Hausarztverträge' und damit Vorreiter für neue, patientenorientierte
Versorgungsstrukturen", sagt Gesundheitsminister Daniel Bahr. "Wenn
auch in anderen Regionen Ärzte und Kassen ihre Möglichkeiten zur
Vernetzung und Strukturierung der medizinischen Versorgung nutzen,
kann eine Vielfalt von Versorgungsmodellen und Angeboten entstehen,
die es Patientinnen und Patienten erlaubt, ihr Angebot frei zu
wählen. Ich wünsche mir Vielfalt und Wettbewerb um Patienten und ihre
Versorgung."

Dass allein durch alternative Versorgungswege und mehr
Qualitäts-Wettbewerb langfristig die Versorgung von Patientinnen und
Patienten verbessert werden kann, davon ist Dr. Christopher Hermann,
Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, überzeugt. "Unser Ziel ist
es, den Hausarztberuf attraktiver zu machen und so die Versorgung
unserer Versicherten im Land dauerhaft zu sichern", erläutert
Hermann. Dafür habe man bewusst als erste Krankenkasse alle
gesetzlichen Möglichkeiten genutzt und mit dem AOK-Hausarztvertrag
versorgungspolitisches Neuland betreten. Jetzt brauche es stabile
rechtliche Rahmenbedingungen. Bundesweite Vorgaben, solche Verträge


nur noch dann zu erlauben, wenn damit von vornherein Einsparungen
erfolgten, seien zu kurzsichtig: "Dies geht an der Praxis vorbei.
Auch der AOK-Hausarztvertrag ist kein Sparvertrag. Es geht vielmehr
darum, die vorhandenen Mittel zielgenauer einzusetzen und so bei
gleichem Aufwand die Versorgung der Versicherten zu verbessern."

"Erreicht wird dies unter anderem durch bessere Rahmenbedingungen
und strukturiertere Behandlungswege", erklärt Dr. Werner Baumgärtner,
Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. "Für mich entscheidend ist
die Verknüpfung des Hausarztvertrages mit Facharztverträgen nach
Paragraf 73c SGB V.

Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten
verbessert. Nur so bleiben den Patienten unnötige
Krankenhauseinweisungen oder Doppeluntersuchungen erspart." Die
effizienteren Strukturen machten sich auch für die Haus- und
Fachärzte bezahlt, z.B. in einem deutlich höheren, planbaren Honorar.
Die wohnortnahe haus- und fachärztliche Versorgung werde gestärkt und
bleibe den Patienten erhalten.

"Damit machen wir den Hausarztberuf besonders für junge Mediziner
wieder attraktiv und treten gemeinsam mit unseren Partnern dem
drohenden Hausärztemangel entgegen", sagt Dr. Berthold Dietsche,
Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg. "Besonders für
unsere vielen älteren und teilweise multimorbiden Patienten ist der
Hausarzt vor Ort ein unverzichtbarer Lotse in allen Krankheits- und
Gesundheitsfragen", so Dietsche weiter.

Das bestätigt auch Dr. Michael Körting, derzeit angestellter
Allgemeinmediziner in einer Hausarztpraxis in Stuttgart-Zuffenhausen,
in der sich Gesundheitsminister Bahr von der Umsetzung des
Hausarztvertrages überzeugte. "Durch Hausarztverträge wird unser
Berufsbild deutlich aufgewertet: Ich habe vor allem wieder mehr Zeit
für meine Patienten, und meine Funktion als zentraler Ansprechpartner
in allen Gesundheitsfragen wird durch den Vertrag gestärkt. Ohne
funktionierenden Hausarztvertrag kann ich mir auch nicht vorstellen,
eine Praxis zu übernehmen, weil die Planungssicherheit und das
finanzielle Auskommen im KV-System einfach nicht gesichert sind."



Pressekontakt:
Ansprechpartner AOK Baden-Württemberg
Kurt Wesselsky (Pressesprecher)
Tel.: 0711/25 93-229
Heilbronner Straße 184, 70191 Stuttgart
kurt.wesselsky@bw.aok.de,
www.aok-bw.de

Ansprechpartner Deutscher Hausärzteverband
Manfred King (Leiter Vertragskommunikation)
Tel.: 02203/57 56-10 41
Edmund-Rumpler-Straße 2, 51149 Köln
manfred.king@hausaerzteverband.de, www.hausaerzteverband.de

Ansprechpartner MEDI Baden-Württemberg
Angelina Schütz (Pressesprecherin)
Tel.: 0711/80 60 79-73
Industriestraße 2, 70565 Stuttgart
schuetz@medi-verbund.de,
www.medi-verbund.de

Weitere Informationen unter www.hzv-aktuell.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rückenschmerzen unterer Rücken - Rückenschmerzen erfolgreich lindern Boston Scientific gibt erste implantation des stent-systems PROMUS Element? PLUS in Europa bekannt
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.02.2012 - 14:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 565581
Anzahl Zeichen: 5266

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Stuttgart



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 326 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gesundheitsminister Daniel Bahr setzt auf Regionalität / Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg sind bundesweit Vorbild"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

AOK Baden-Württemberg (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

AOK Baden-Württemberg gewinnt Deutschen Preis für Onlinekommunikation ...
Landtagswahl-Kommunikation der AOK Baden-Württemberg als "Politische Kampagne des Jahres" ausgezeichnet Die AOK Baden-Württemberg ist beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation in der Kategorie "Politische Kampagne des Jahres" ausgezeichnet worden. Mit der Kampagne "Ge

Bauernfeind: "Ausgaben konsequent in den Blick nehmen" ...
Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, äußert sich positiv zu den Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit die heute (30.03.) in Berlin vorgestellt wurden. Kritisch sieht er den Vorschlag zur Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern: &qu

Hohe Antibiotikakonzentrationen in Gewässern nachgewiesen AOK, IWW und UBA aktualisieren Studienergebnisse zur nachhaltigen Arzneimittelversorgung ...
AOK, IWW und UBA aktualisieren Studienergebnisse zur nachhaltigen Arzneimittelversorgung Antibiotikaresistenzen entwickeln sich zu einer der gravierendsten Bedrohungen für die medizinische Versorgung und führen weltweit zu einer hohen Zahl an vorzeitigen Todesfällen. Um dieser Entwicklung frühz


Weitere Mitteilungen von AOK Baden-Württemberg


Schwimmteiche als Quotenbrecher ...
Im Jahre 2011 wurden in Europa mehr Schwimmteiche und Naturpools gebaut als je zuvor. Dies geht aus aktuellen Umfragen in der Schwimmteichbranche hervor. Damit laufen die biologisch gereinigten Schwimmanlagen immer mehr den chemisch gereinigten Pools den Rang ab. Immer mehr Gartenbesitzer verschro

Neues Online-Portal für die Gesundheitsprävention ...
Wer genauer wissen will, wie es im eigenen Körper aussieht, und wie man es schaffen kann, auch zukünftig gesund und leistungsfähig zu bleiben, für den bietet Gaedomed unter www.gaedomed.com ein neuartiges Angebot: Mit Hilfe von Speichelanalysen kann jeder Mensch erfahren, wie hoch der Vitalstoff

MARVECS-Bilanz 2011: Weiteres Wachstum in einem zurückhaltenden Markt ...
Trotz eines eher zurückhaltenden Marktes konnte der Ulmer Pharmadienstleister MARVECS seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erneut um knapp fünf Prozent auf jetzt 32,7 Millionen Euro steigern. Die Zahl der Mitarbeiter erreichte im Jahresdurchschnitt erstmals die Zahl 500, ging aber zum

PHOENIX-Erstausstrahlung: Mein Ausland - Fukushima nach der Katastrophe - Alltag im Ausnahmezustand - Sonntag, 11. März 2012, 21.45 Uhr ...
ARD-Korrespondent Philipp Abresch ist immer wieder in die Katastrophenregion gereist, um zu erleben, wie die Menschen ihren Alltag meistern. "Wenn ich reingehe", erzählt Bunsei Watanabe, "dann nur mit Vollschutz. Ich trage einen abwaschbaren Anzug aus Zellulose, eine Sturmhaube


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z