Südwest Presse: Kommentar zur Nato
ID: 566787
nehmen langsam, aber sicher Gestalt an - und damit das Konzept, mit
dem sich das Verteidigungsbündnis auf seine veränderten Aufgaben im
21. Jahrhundert einstellt. Die Nato sortiert sich 20 Jahre nach dem
Ende des Kalten Krieges neu. Die Entscheidung, jenes Kommando, das
die Abwehr von Raketenangriffen leiten soll, in Rheinland-Pfalz zu
stationieren, gehört dazu. Denn nach der Schließung der
Rhein-Main-Air Base in Frankfurt vor wenigen Jahren ist Ramstein der
letzte große Stützpunkt der US Air Force in der Mitte Europas - und
von dort aus sollen, so jedenfalls die Pläne der Nato, in Zukunft
alle Luftoperationen der Allianz geführt werden. Das Aufatmen ist
förmlich hörbar, wenn Verteidigungsminister Thomas de Maizière die
Entscheidung für Ramstein als Signal dafür feiert, dass Deutschland
weiter die wichtigste Präsenz der USA in Europa ist. Denn Grafenwöhr
und Baumholder müssen demnächst den Abzug von 10 000 US-Soldaten
verkraften. Die notwendige Debatte, weshalb sich Deutschland an einem
System beteiligen will, das gegen Staaten wie den Iran gerichtet ist,
doch ganz nebenbei Russland provoziert, ist ausgeblieben. Denn in der
Nato hat sich die Bundesregierung meist so sehr zurückgehalten, dass
ihre Meinung außenpolitisch kaum gefragt ist. Und innenpolitisch ist
Wirtschaftsförderung durch fremde Truppen allemal willkommen.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.02.2012 - 20:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 566787
Anzahl Zeichen: 1651
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 224 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zur Nato"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Merkel in China ...
Die deutsche Wirtschaft nutzt ihre Chancen in China. Deutschland ist inzwischen Chinas größter Handelspartner in Europa, der erheblich zum aktuellen Aufschwung hierzulande beiträgt. Denn Produkte »made in Germany« sind im Reich der Mitte beliebt: Die Chinesen kaufen Prämienautos, Küchen,
NRZ: TV-Erfolg mit Qualität - Kommentar von Peter Toussaint ...
Raten Sie mal, liebe Leserin und lieber Leser, welche Fernsehsendung ich heute Abend einschalte? A: Zum Kuckuck mit der Liebe, B: Die MDR Hitparade, C: Das Gewitter-Inferno oder D: Wer wird Millionär? Vermutlich können Sie das ohne Joker lösen, weil Sie auch dabei sind, wenn Günther Jauch he
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zuÄgypten ...
Vorerst bleibt es ein Rätsel, wie es zu der Tragödie im Fußballstadion von Port Said kommen konnte. Gewiss ist nur: Für die Demokratisierung Ägyptens bedeutet das Massaker mit mehr als 70 Toten und hunderten Verletzten einen schweren Rückschlag. Ein Jahr nach dem Aufstand gegen das Mubarak-
NRZ: Kapital für den Kraken - Kommentar von Christian Icking ...
Nicht weniger als fünf Milliarden Dollar Kapital will Facebook an der Börse einsammeln. Der Gang aufs Parkett des größten sozialen Netzwerks der Welt elektrisiert auch die hiesige Finanzwelt so sehr wie einst die Neuemissionen hochgejazzter Internetfirmen zu Zeiten des nach anfänglichem Üb




