Neue OZ: Kommentar zu Schifffahrt / Häfen
ID: 568598
Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Bei all dem Gerede von
Inflationsängsten brummt der Güterumschlag in Niedersachsens Häfen.
Darüber sollte auch der Rückgang beim Gesamtumschlag im Jahr 2011
nicht hinwegtäuschen. Wenn das Flaggschiff Wilhelmshaven wieder Fahrt
aufnimmt, und damit ist nach der Eröffnung des Jade-Weser-Ports zu
rechnen, wird in der Jahresbilanz 2012 Wachstum stehen.
Bremsklotz dieser Entwicklung ist der Bund. Der Ruf nach einem
Investitionsschwerpunkt für die Infrastruktur in Norddeutschland ist
gerechtfertigt. Nach außen rühmt sich die Bundesregierung mit der
Krisenfestigkeit der deutschen Wirtschaft. Nach innen mahlen die
Mühlen der Bürokratie bei Y-Trasse und Co., zumindest gefühlt,
besonders langsam.
Niedersachsens Bemühungen, durch das Hafenkonzept mehr Güter von
Straße und Schiene auf Wasserwege zu verlagern, sind ein kluger
Ansatz. Kleine Häfen wie Papenburg profitieren vom steigenden
Güterumschlag, die strapazierte Infrastruktur in Richtung Großhäfen
wird entlastet. Doch bei den erwarteten Wachstumszahlen im
Gütertransport reicht das nicht. Der Bund muss endlich Tempo machen
und die Infrastruktur auf Vordermann bringen, das liegt im nationalen
Interesse eines Vize-Exportweltmeisters.
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Datum: 06.02.2012 - 22:00 Uhr
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