Lebensmittelsicherheit global
ID: 570268
Lebensmittelsicherheit global
Codex für 170 Staaten
(aid) - Lebensmittel, die auf den europäischen Markt gelangen, müssen sicher sein. Egal woher sie kommen. Innerhalb der Europäischen Union gelten rechtlich verbindliche Standards. Doch wonach richtet sich eigentlich der Rest der Welt? Die zentrale Rolle spielt hier der so genannte Codex Alimentarius, kurz Codex genannt. Diese Sammlung international anerkannter Lebensmittelstandards betrifft insbesondere die Lebensmittelsicherheit, enthält aber auch produktspezifische Vorgaben über die Herstellung, Beschaffenheit und Kennzeichnung von Lebensmitteln.
Der Codex wurde in den 1960er Jahren von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erstmals herausgegeben. Heute verpflichten sich rund 170 Staaten aus allen Regionen der Welt dem Codex, darunter sämtliche EU-Mitgliedstaaten. Sie haben mittlerweile ein dickes Paket an Standards erarbeitet, von denen übrigens viele - aber nicht alle - mit wesentlichen Teilen der EU-Gesetzgebung übereinstimmen. Was allerdings die Standards als solche betrifft: Sie sind nur dann rechtlich verbindlich, wenn sie von den Codex-Mitgliedern ausdrücklich angenommen werden. Verpflichtet sind diese dazu nicht.
Die zentralen Ziele der Codex-Standards sind der Schutz der Verbrauchergesundheit und die Sicherstellung fairer Handelspraktiken über sämtliche Ländergrenzen hinweg. Doch auch beim Abbau von Handelshemmnissen spielen sie eine zentrale Rolle. So verfolgt die 1994 gegründete Welthandelsorganisation (WTO) - ähnlich wie die EU innerhalb Europas - das Ziel, den globalen Handel zu vereinfachen. Handelsbeschränkende Maßnahmen sind WTO-Mitgliedstaaten nur aus Gründen des Gesundheitsschutzes gestattet. Hier kommt der Codex ins Spiel: Er ist gewissermaßen die Richtschnur in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit. Von ihm darf nur unter bestimmten Voraussetzungen abgewichen werden.
So viel zu den Regelungen und der Theorie. Für die praktische Lebensmittelsicherheit innerhalb der EU ist letztlich wieder die Kontrolle gefragt, egal ob ein Lebensmittel über Paris, London oder Hamburg importiert wird. Werden Auffälligkeiten festgestellt, kommt das Europäische Schnellwarnsystem RASFF zum Einsatz. Was das ist und wie es funktioniert, erfahren Sie in der nächsten Woche.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de
Kontakt:
aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
E-Mail: aid@aid.de
Internet: http://www.aid.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 08.02.2012 - 15:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 570268
Anzahl Zeichen: 2909
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 279 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lebensmittelsicherheit global"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
aid (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(aid) - Fast jeder dritte Europäer konsumiert Energydrinks - rund 12 Prozent sogar mindestens vier- bis fünfmal in der Woche. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, für die mehr als 52.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 16 EU-Mitg
SchmExperten in der Lernküche in Bild und Ton: aid-Kurz-Video auf YouTube ...
(aid) - Die "SchmExperten in der Lernküche" des aid infodienst erobern bereits seit Januar die Lernküchen der 6. bis 8. Klassen aller Schulformen. Um noch mehr Lehrerinnen und Lehrer für das praxisorientierte Unterrichtsmaterial zu begeistern, hat der aid ein Kurz-Video produziert, da
Freude am Gärtnern - trotz Pollenallergie: Neuer aid-Hörfunkbeitrag ...
(aid) - Der Winter war lang genug, endlich wird es Frühling: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, also ab ins Freie und die Natur genießen. Für viele Menschen mag das allerdings wie Hohn klingen, denn Pollenallergien, umgangssprachlich als Heuschnupfen bezeichnet, machen Betroffenen den Au
Weitere Mitteilungen von aid
Stärkekartoffeln in die Maislandschaften Wettbewerbsfähigkeit durch verbesserte Selektion ...
- Die Erzeugung von Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen steht u. a. in der Kritik, weil die in einigen Regionen flächendeckenden Monokulturen mit Mais unter Umwelt- und Artenschutzaspekten nachteilig gesehen werden. Nun soll die Kartoffel zur Auflockerung der Fruchtfolgen beitragen, indem sie als
Rinderfütterung - Reinigung von innen ...
Orangenschalen vitaminreich und gesund (aid) - Orangenschalen sind für den Menschen ungenießbar. Nicht so für Kühe. Sie mögen die bitteren Schalen und nehmen damit gleichzeitig Ballaststoffe und Vitamine zu sich. Außerdem wirken die in den Orangenschalen enthaltenen Öle antimikrobiell. Die
Alphabetisierungs- und Grundbildungstrategie braucht mehr Power ...
Anlässlich des öffentlichen Fachgesprächs zum Thema "Alphabetisierung" im Ausschuss Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung erklären der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPDBundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann und der zuständige Berichterstatter Oliver Ka
Von Verschwendung bis Fleisch- und Fettsteuer Strategien für die Sicherung der Welternährung ...
(aid) - Von einer sicheren Welternährung ist die Menschheit derzeit weit entfernt. Fast eine Milliarde Menschen leiden Hunger, dazu kommen zwei Milliarden, die als mangelernährt gelten. Eine Dreifach-Strategie für eine sichere Welternährung erfordere einen äußerst umfassenden Ansatz, um Ressou




