Sprach-Software analysiert die Tonalität auf Knopfdruck

Sprach-Software analysiert die Tonalität auf Knopfdruck

ID: 578550

Automatische Auswertung der Wortwahlüber Christian Wulff bei"Spiegel online","Zeit online"und"Welt online"



2010 war die Berichterstattungüber Wulff eher positiv2010 war die Berichterstattungüber Wulff eher positiv

(firmenpresse) - Mit TextLab bietet die Ulmer H&H Communication Lab GmbH eine Sprach-Software an, die Texte in Hinsicht auf Verständlichkeit, Terminologie und Sprachstil analysiert. Die Funktionen basieren auf wissenschaftlichen Methoden und Verfahren. Kunden realisieren damit branchenübergreifend eine konsistente, kundenfreundliche und verständliche Sprachqualität. Jetzt kann TextLab auch die Tonalität - also die Wortwahl, die einen Text freundlich oder unfreundlich macht - auf Knopfdruck auswerten und grafisch aufbereitet ausgeben. Mit dieser Methode werteten die Ulmer Sprach-Experten die Berichterstattung über Christian Wulff aus.

Die mit TextLab erstellte Studie kam zu erstaunlichen Erkenntnissen: Zum Zeitpunkt der Wahl zum Bundespräsidenten waren "Spiegel online", "Zeit online" und "Welt online" dem Kandidaten Wulff gegenüber durchweg positiv eingestellt. Dies änderte sich nach Beginn der Kreditaffäre drastisch. Zwischen Juni 2010 und Januar 2012 fiel der durchschnittliche Tonalitätswert von anfangs 3,13 auf zuletzt -8,33.

Die Tonalität wird auf einer Skala von -10 bis 10 bewertet. Der Wert 10 ist erreicht, wenn doppelt so viele positive wie negative Begriffe im Text entdeckt werden. Oder nur positive Aussagen. Umgekehrt ergibt sich der Wert -10: Er ist erreicht, wenn doppelt so viele negative wie positive Begriffe auftreten oder nur negative Aussagen gefunden werden. Aus den drei Online-Medien "Spiegel online", "Zeit online" und "Welt online" wurden zunächst je zehn Artikel ausgewertet, die aus der Zeit der Wahl Christian Wulffs zum Präsidenten ab dem 01. Juni 2010 stammten. Zum Höhepunkt der Wulff-Affäre, ausgehend vom 01. Januar 2012, wurden weitere zehn Artikel je Medium analysiert.

Dr. Anikar M. Haseloff, Geschäftsführer der H&H Communication Lab GmbH und Leiter der Studie, erklärt das Vorgehen: "Wegen der geringen Fallzahl stellt diese Analyse nur eine explorative Studie dar. Um Aussagen über Meinungsbilder und Trends in den Medien zu treffen, ist ein deutlich größeres Sample nötig. Diese Analyse soll daher als rein explorative Fallstudie angesehen werden. Fragestellung hierbei war, ob es einen messbaren Unterschied in der Tonalität zwischen den Zeiträumen gab."



Die Unterschiede waren deutlich: Im Zeitraum der Wahl Christian Wulffs zum Bundespräsidenten beherrschten Begriffe wie "Favoriten", "Sympathien", "Mut", "Vertrauen" und "erfolgreich" die Berichterstattung um Wulff. Der "Spiegel" war dabei mit dem Wert 4,68 am Wulff-freundlichsten. Die "Welt" erreichte einen Tonalitätswert von 2,49 und die "Zeit" bildete mit 1,38 das Schlusslicht. Im Durchschnitt lag der Wert im Wahlzeitraum bei 3,13. Nach der Kreditaffäre sank er um über elf Punkte auf -8,33. Am kritischsten berichtete die "Zeit" über Wulff, sie kam auf einen Wert von -8,93, dicht gefolgt vom "Spiegel" mit -8,19. Die "Welt" war mit -7,89 immer noch stark abwertend Wulff gegenüber eingestellt. Auch die Wortwahl änderte sich drastisch. Zur Affäre wurden vor allem die Begriffe "Kreditaffäre", "gedroht", "Kritik", "Vorwürfe", "umstritten", "Fehlverhalten", "Drohanrufe", "empört" und "unter Druck" verwendet. Interessant ist auch die Anzahl der positiven und negativen Worte, die insgesamt verwendet wurden. 2010 standen 387 positiven Aussagen bereits 290 negative gegenüber. 2012 drehte sich das Verhältnis endgültig zu Ungunsten Christian Wulffs: Verwendet wurden nur noch 183 positive, aber dafür 540 negative Begriffe.

Visualisiert man die Verwendung positiver und negativer Aussagen, so sieht man auf einen Blick, wie sich die Sprache Wulff gegenüber verändert hat. Die Word Clouds wurden mit der freien Software www.wordle.net erstellt.

Die Analyse der Tonalität eignet sich aber nicht nur zur Überprüfung der Berichterstattung der Medien, sondern Unternehmen können auch eigene Texte auf die Tonalität untersuchen. Vor allem können mit dieser Methode aber auch Texte aus sozialen Netzwerken wie Facebook automatisiert analysieren werden. So wird schnell ersichtlich, ob eher positiv oder eher negativ über ein Unternehmen im Netz gesprochen wird. Und das Meinungsbild in sozialen Netzwerken wird für Unternehmen immer wichtiger.

Die Studie steht unter folgendem Link zur Verfügung: comlab-ulm.de/aktuelles/studien/wulff_tonalitaet.php

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Über die H&H Communication Lab GmbH
Die H&H Communication Lab GmbH ist ein inhabergeführtes Institut für Verständlichkeit. Als Ausgründung der Universität Hohenheim und Universität Augsburg entwickelt es seit 2006 Lösungen zur Verbesserung der Kommunikation von Unternehmen. Hierzu werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse genutzt und eigene Forschungen betrieben. Das Institut hat sich auf die Analyse, Bewertung und Optimierung von Kommunikation spezialisiert. Es berät Unternehmen in allen Fragen rund um die kundenfreundliche und verständliche Informationsvermittlung. Individuell entwickelte Strategien ebnen den Weg zu einer hochwertigen und verständlichen Unternehmenssprache. Die Verwendung moderner Technologien unterstützt dabei, die Sprachprozesse besser zu steuern. Das Institut ist in den verschiedensten Branchen tätig, denn Verständlichkeit und qualitativ starke Kommunikation ist branchenübergreifend ein zentrales Thema. Besonders stark werden die Finanz- und Versicherungsbranche, Verwaltung und Pharmaindustrie bedient. Zu den Kunden zählen DAX-Konzerne, Finanzkonzerne und Verwaltungen, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen.

Über TextLab
TextLab ist eine Sprach-Software, mit der Texte per Knopfdruck auf Verständlichkeit, Terminologie und Sprachstil analysiert werden können. Die Funktionen basieren auf wissenschaftlichen Methoden und Verfahren. Das Programm ist vielseitig einsetzbar und auch für Nutzer ohne technisches Spezialwissen einfach zu bedienen. TextLab bewertet die Qualität der Texte und ermittelt, ob sie für die jeweiligen Zielgruppen geeignet sind. TextLab deckt Schwachstellen im Text auf, liefert Hinweise zur Optimierung und unterstützt bei der Verbesserung. TextLab hilft dabei, die Unternehmenssprache kontrolliert umzusetzen (Corporate Language).Die Entstehung von TextLab ist eine Geschichte, bei der wissenschaftliche Methodik und eine praxisrelevante Aufgabenstellung zu einem innovativen Produkt geführt haben. Zunächst wurde TextLab für die Prüfung und objektive Bewertung der Verständlichkeit von medizinischen Beipackzetteln entwickelt. Einsatzgebiet war die behördliche Zulassung von Arzneimitteln, bei welcher der Beipackzettel nachweislich auf Verständlichkeit geprüft werden muss. Inzwischen ist TextLab eine einzigartige und vielseitig einsetzbare Software-Lösung. TextLab wird in enger Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim laufend verbessert und weiterentwickelt.



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Datum: 21.02.2012 - 15:45 Uhr
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