ne-na.de/medienbüro.sohn: Mit Hechelatmung zu kreativen und ganzheitlichen Spitzenleistung
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Bonn - Topmanager in Wirtschaftsunternehmen sind seltsam glatt, durchschnittlich und wenig eigenwillig. Zu diesen Erkenntnissen gelangte in den 1990er Jahren der Kölner Soziologe Erwin K. Scheuch in einer umfangreichen empirischen Studie. Ihre Mittelmäßigkeit versuchen Manager wenigstens durch originelle Managementkonzepte zu kompensieren. Große Unternehmen leisten sich deshalb ein skurriles Netzwerk an Beratern, Managementgurus, Esoterikern, Wirtschaftsastrologen, Trainern und Agenturen: „Der Hang zum Esoterischen in allen Spielarten hat sich verstärkt. Personalauswahl mit graphologischen Gutachten oder Schamanismus sind keine Ausnahmen. Es zeigt, dass viele dieser Unternehmer in ihrem Arbeitsumfeld sehr einsam, auch misstrauisch sind und wenig Gesprächspartner haben. Das halte ich für eine Fehlentwicklung und für eine ernsthafte Gefahr", so Fredmund Malik, Chef des Malik Management Zentrum St.Gallen http://www.malik-mzsg.ch.
So genannte Reflexionsgespräche mit Führungskräften verhelfen akademisch gestrandeten Philosophen noch zu einer ansehnlichen Einkommensquelle in philosophischen Beratungspraxen. Aus den USA schwappte das „Coaching" zu uns herüber - eine „ganzheitliche" Beratung in allen Lebenslagen. Wer Probleme mit seiner Karriereplanung hat oder sich einfach nur schlecht fühlt, bucht sich einen Coach, und alles ist wieder gut. Die mildeste Esoterikform ist die Verwendung eines rasch wechselnden Insiderjargons. Umstrukturierung, Neuorganisation oder Downsizing gehören zum täglichen Management-Geblubber wie die semantischen Speerspitzen Effizienz, Effektivität, Innovation oder Kreativität. Manager wollen zu jeder Zeit kreativ, innovativ und effizient an ihrer Effektivität arbeiten.
Das geht am besten mit ganzheitlichen Konzepten, die in speziellen Kreativitätsseminaren gelernt werden. Manager stellen sich im Kreis auf, greifen zum feuchten Händchen des Nachbarn und rufen im Chor: „Es beginnt ein kreativer Tag und ich fühle mich gut. Just great." Vielleicht ergehen sich die gestressten Führungskräfte auch in albernen Rollenspielen oder ruinieren ihr schwarz-graues Outfit durch untrainiertes Gefummel mit Knetmasse. Da fehlt dann nur das kollektive Einüben der Hechelatmung zwecks Unterstützung kreativer Presswehen in holistischen Trauma-Bewältigungs-Workshops. Autoritäre Unternehmensführung und bürokratische Entscheidungsabläufe können leidende Mitarbeiter mit einer „Kulturoffensive" besser ertragen. Mit Hilfe eines Kulturberaters entwickelt der PR-Chef ein Unternehmensleitbild. Sieben Thesen, sieben Sätze, sieben Seiten, sieben Weisheiten. In dem Leitbild ist zu lesen, wie wichtig die Mitarbeiter sind, wie wichtig die Kunden sind - bei einer Aktiengesellschaft kommen noch die Aktionäre oder Shareholder dazu.
Ganz fortschrittliche Unternehmen beteuern unter Sonstiges gerne, dass die Arbeit Spaß machen solle und Umweltbelastungen etwas ganz Schreckliches sind. Damit jeder Mitarbeiter das unheimliche Gesicht seines Chefs verinnerlicht, wird „Management by walking around" praktiziert. Jeden Freitag gibt es darüber hinaus einen „Beer Bust": Freibier für müde Mitarbeiter. Neue Titel für ehrgeizige Manager im Unternehmen fördern die „Corporate Culture". Außendienstmitarbeiter mit guten persönlichen Drähten wandeln sich zum „Key Account Manager". Das bringt zusätzliche Motivation. Von der Konkurrenz abgucken nennt man „Benchmarking", frei nach dem Motto: Der Nachbar fährt Mercedes, was habe ich da falsch gemacht? Hat man dann herausbekommen, dass der Nachbar nach dem Frühstück fünf Kniebeugen macht, dann macht man es auch und hat den Stern schon in der Tasche. Viele Theorien und aufgeblasene Sprachungetüme sind bei näherer Betrachtung nichts anderes als ostfriesische Dampfplaudereien. Manager und Berater dürfen sich gegenüber Kunden, Kollegen, Vorgesetzten oder der Öffentlichkeit nicht allzu verständlich ausdrücken.
Sonst könnte die schmalbrüstige Inkompetenz des Gesagten zu schnell ans Tageslicht gelangen. In Vorstandsetagen wird täglich in „Meetings" nach der „Strategy" gefahndet, um sich besser aufzustellen, neue Projekte einzukippen, „Commitments" zu erzielen und am Markt durch „Empowerment" den optimalen, effizienten und effektiven USP zu erreichen. USP steht für „Unique Selling Proposition" und ist in seiner Bedeutung profan: das einzigartige Verkaufsargument. Es ist auffällig, dass vor allen Dingen Führungskräfte in großen Konzernen anfällig sind für die Kalenderweisheiten der Beratungsgurus. Manager sollten mehr an der Kundenfront arbeiten und sich mit den Bedürfnissen des Marktes auseinandersetzen. Dann merken sie sehr schnell, dass man mit dem semantischen Müll der Management-Philosophen nicht sehr weit kommt. Siehe auch: http://www.openpr.de/pdf/172956/PowerPoint-Schaumschlaeger-und-die-Qualen-der-Zuhoerer-Microsoft-Software-feiert-zwanzigjaehriges-Jubilaeum.pdf. Weitere Informationen unter: www.ne-na.de; Für Rückfragen: medienbuero@sohn.de. Eine Meldung vom medienbüro.sohn. Für den Inhalt ist das medienbüro.sohn verantwortlich.
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Datum: 12.09.2008 - 10:00 Uhr
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