Telepolis-Buchüber Roboterkriege / Fast wie Computerspiele: Kriege aus der Ferne
ID: 585660
Jetzt ist die Zeit der Roboterkriege gekommen. Bewaffnete oder
unbewaffnete Kampfdrohnen überwachen, verfolgen und töten die Gegner.
Das Telepolis-Buch "Kriegsmaschinen - Roboter im Militäreinsatz", das
jetzt bei Heise erschienen ist, zeigt aus verschiedenen Blickwinkeln,
wie sich die Kriegsführung verändert hat und in Richtung autonomes
Handeln von Robotern weiter verändern wird.
Als die US-Streitkräfte 2003 in den Irak einmarschierten, hatten
sie am Boden keinen einzigen Roboter dabei. Am Ende des Jahrzehnts
waren es weit über 10.000. Ähnlich verlief die Entwicklung bei
Drohnen. Sie sind mittlerweile die Waffe der Wahl, um verdächtige
Personen permanent zu überwachen und gegebenenfalls direkt
anzugreifen. Der von den USA erklärte "Globale Krieg gegen den
Terror" wird als der erste Roboterkrieg in die Geschichte eingehen.
Kampfroboter senken die Kriegsschwelle: Eigene Soldaten werden
nicht gefährdet, das Schlachtfeld ist weit weg. Für viele Einsätze
fehlt es an rechtlichen Grundlagen. Und auch die Gegner, seien es
Terroristen, Aufständische oder Kriminelle, werden nachrüsten und
sich Robotertechnik beschaffen.
Bislang werden Militärroboter noch ferngesteuert. Doch schon in 20
Jahren könnten die ersten von ihnen autonom über den Einsatz
tödlicher Waffen entscheiden. Damit würde sich eine Entwicklung
vollenden, die ihren Ausgangspunkt im Ersten Weltkrieg genommen hat:
Die Kriegsmaschinen hätten sich vollständig vom Menschen emanzipiert.
Das vorliegende Buch beleuchtet das Thema aus der Perspektive von
Sozial- und Naturwissenschaftlern, Philosophen und Schriftstellern.
In 18 Essays, Interviews und Erzählungen wird der Frage auf den Grund
gegangen, was genau da eigentlich passiert - und ob sich die
Entwicklung noch stoppen lässt.
Bildmaterial unter:
www.heise-medien.de/presseinfo/ bilder/tp/12/tpbuch46.jpg
Bibliografische Angaben:
Hans-Arthur Marsiske Kriegsmaschinen - Roboter im Einsatz
(Telepolis) Heise, Februar 2012, 246 Seiten, Broschur, ISBN
978-3-936931-73-0 18,90 Euro (D) / 19,50 Euro (A)
Der Autor:
Hans-Arthur Marsiske, Jahrgang 1955, studierte Soziologie und
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und promovierte am Institut für
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Hamburg zum Doktor
der Philosophie. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Autor hat sich
immer mehr zu Wissenschaftsthemen verlagert. Neben Astronomie und
Raumfahrt waren dies insbesondere Forschungen zur Künstlichen
Intelligenz und Robotik.
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auf Facebook: www.facebook.com/heisemedien
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Martin Wohlrab
dpunkt.verlag GmbH
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Datum: 01.03.2012 - 11:00 Uhr
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