Neue Westfälische (Bielefeld): Diskussion über Frauenquote in Manageretagen
Notwendiges Übel
SABINE BRENDEL
ID: 588573
ein grausiger Gedanke! Jede fähige Frau, die eine Spitzenposition in
einem Unternehmen erhält, könnte dann leicht als "Quoten-Tussi"
geschmäht werden. Trotzdem ist eine solche Regelung dringend nötig.
Frauen sind gut ausgebildet. In Europa gibt es zum Beispiel mehr
Universitätsabsolventinnen als Absolventen, ihr Anteil beträgt 60
Prozent. Doch bis in die Unternehmensspitzen - man könnte sagen:
Männerhochburgen dringen wenig Frauen vor. Eine Quote würde das
ändern. Sie hätte außerdem noch begrüßenswerte Nebeneffekte.
Erklimmen mehr Frauen Führungspositionen, ändert das die eher
konservative Wirtschaftswelt. Unternehmen müssen sich dann mehr
Gedanken machen, wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Berufs-
und Familienleben unter einen Hut bringen können. Diese Veränderungen
würden übrigens auch Männern nutzen.All das ginge auch ohne eine
Frauenquote - theoretisch. Praktisch, das heißt: freiwillig,
verändert sich in Deutschland nur langsam etwas. Der Druck fehlt.
Also muss die Quote her, so traurig das auch ist.
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Datum: 05.03.2012 - 19:13 Uhr
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