Berlin - Jetzt 3,5 Millionen Einwohner
ID: 599754
Berlin - Jetzt 3,5 Millionen Einwohner
Im Dezember 2011 dürfte Berlin nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die 3,5-Millionen-Marke geknackt haben. Damit beherbergt die deutsche Hauptstadt so viele Menschen wie zuletzt vor 70 Jahren. In nur einem Jahr hat die Einwohnerzahl um 40.000 zugelegt; in den vergangenen vier Jahren um eine 100.000-Einwohner-Großstadt.
Bevölkerungsforscher hatten der Metropole ein Wachstum bis 2030 vorhergesagt ? jedoch in weit geringerem Umfang. Erst 2020 sollte der aktuelle Wert erreicht werden. Die jüngste Beschleunigung des Wachstums betrifft aber nicht nur Berlin, sondern auch die drei anderen deutschen Millionenstädte. Während das Statistische Bundesamt für Deutschland insgesamt 2011 ein (zuwanderungsbedingtes) Bevölkerungsplus um circa 50.000 ermittelt hat, dürfte der Zuwachs in Berlin, Hamburg, München und Köln zusammengenommen etwa doppelt so hoch ausgefallen sein.
Und nicht nur die vier Metropolen legen zu, auch weitere Zentren wie Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt oder Dresden wachsen. Der Rest schrumpft also. Dabei kommt der Rückgang in der Fläche erst so richtig in Fahrt. Deutschland erlebt eine Konzentration der Bevölkerung auf die Metropolen, in denen sich Universitäten, hochwertige Dienstleistungen und Kulturangebote ballen.
Die Hintergründe dieser Entwicklung dürften vielfältig sein. Zum einen steigt der Anteil der Hochschulabsolventen, die in diesem Typ Stadt die besten Beschäftigungsangebote finden. Es gibt immer mehr Doppelverdienerhaushalte, in denen beide Partner einen Uniabschluss besitzen. Die führenden Großstädte bieten die besten Voraussetzungen, damit beide Partner mit möglicherweise ganz unterschiedlichen Abschlüssen einen adäquaten Job finden.
Zum anderen scheint auch der Trend zum Häuschen im Grünen gebrochen: Das moderne Großstadtapartment oder die sanierte Altbauwohnung stehen derzeit höher im Kurs, wie die Preisentwicklung zeigt. Der Abstand in den Mieten zwischen den Stadtzentren und dem flachen Land wächst.
Für Berlin kommt hinzu, dass die Stadt im Augenblick global angesagt ist: Vom koreanischen Studenten über den israelischen Jungunternehmer bis zum indischen Restaurantchef reicht die Spanne derer, die es an die Spree zieht. 2011 wurden so viele neue Unternehmen gegründet wie noch nie seit der Vereinigung der Stadt, wobei auch amerikanisches Wagniskapital Richtung Spree fließt.
Dieser Hype könnte allerdings in ein paar Jahren auch wieder abklingen, zumal der Standortvorteil niedriger Wohnungs- und Büromieten Stück für Stück verloren geht.
Ansprechpartner
Dr. Klaus-Heiner Röhl
Telefon: 030 27877-103
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 20.03.2012 - 17:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 599754
Anzahl Zeichen: 2868
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 242 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Berlin - Jetzt 3,5 Millionen Einwohner"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die ehemalige Autostadt Detroit hat umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Jetzt ist die Stadt bankrott. Droht deutschen Kommunen Ähnliches? Immerhin stehen viele tief in der Kreide: Insgesamt betrug der Schuldenberg aller Städte und Gemeinden am Ende des ersten Quartals 20
Der Lohn der guten Tat ...
Das Thema nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für deutsche Immobilienunternehmen zunehmend an Bedeutung. Das hat eine Studie ergeben, die im Frühjahr 2013 gemeinsam von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) durchg
Mehr Binnenmarkt, mehr Wachstum ...
Gelingt es, den Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weiter zu liberalisieren, könnte dies helfen, die Krise in der Eurozone besser in den Griff zu bekommen. Denn ein starker Binnenmarkt führt zu mehr Wettbewerb, höherem
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Wowereit: Es geht um Respekt gegenüber allen unseren Mitmenschen ...
In einem Beitrag auf dem Internetportal spd.de äußert sich der stellvertretende SPD-Vorsitzende und Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, zum Internationalen Tag gegen Rassismus am morgigen 21. März 2012: "Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligen. Rechte und gew
Gegen Rassismus ? mit klarem Blick und Mut zum Widerstand ...
Anlässlich des morgigen Tages gegen Rassismus erklärt die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles: Die SPD unterstützt den internationalen Tag gegen Rassismus. Die deutsche Sozialdemokratie setzt sich einem zunehmenden Klima der Gewöhnung an Rassismus zur Wehr. Wir wollen eine Gesellschaf
Jüdischer Weltkongress fordert von Deutschland deutliche Reaktion auf perfide Aussagen des iranischen Präsidenten in ZDF-Gespräch ...
BRÜSSEL /MÜNCHEN - Der Jüdische Weltkongress (WJC), der weltweite Dachverband jüdischer Gemeinden und Verbände, hat sich entsetzt über die ungenierte Holocaustleugnung und Israelhetze des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im deutschen Fernsehen gezeigt. WJC-Vizepräsidentin Charlot
Europa stoppt den Glücksspieländerungsstaatsvertrag ...
EU-Kommission verweigert "abschließend positive Stellungnahme" und fordert erneut Nachbesserungen - Ratifizierung in den Parlamenten vor dem Aus Die EU-Kommission erneuert ihre europarechtlichen Bedenken gegen den auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember von 15 Länder




