Die Glühpflanze
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diese zu verbrennen - mit einer neuen Art der Stromerzeugung, die das
Magazin GEO in seiner April-Ausgabe vorstellt. Danach haben
niederländische Forscher herausgefunden, dass sich allein durch die
Ausnutzung eines natürlichen Ionen-Gefälles zwischen Baum und Boden
ein durchaus relevanter Strom-Ertrag erzeugen lässt.
Die Revolution begann 2006 mit einem Nagel, den Gordon Wadle in
einen Baum trieb. Als der Erfinder aus Illinois ihn mit einer
Kupferelektrode im Boden verband, floss Strom: Im Boden ist die
Konzentration von Wasserstoff-Ionen höher als im Saft des Baumes, und
bei einem solchen Gefälle streben die Elektronen, wie in einer
Batterie, um das Gefälle auszugleichen zur "Anode": ein Energiefluss,
den man nur noch "anzapfen" muss.
Bert Hamelers und David Strik von der Universität Wageningen haben
das Prinzip jetzt optimiert. Der Trick: Bakterien im Boden ernähren
sich von organischen Molekülen, die Pflanzen über ihre Wurzeln
abgeben. Sie setzen dabei elektrisch positive Ionen und negative
Elektronen frei. Für die optimale Strom-Ausbeute, so die Forscher,
müsse man die jeweils produktivsten Mikroorganismen benutzen und
ihnen die geeignetsten Pflanzen anbieten, etwa Zuckerrüben.
Unter günstigen Bedingungen erhalte man pro Quadratmeter
Grünfläche bereits heute etwa ein Fünftel dessen, was Solarpaneele
oder Windkraftanlagen auf derselben Fläche bereitstellen. Als
Pflanzenkraftwerk kommt im Prinzip jede Grünfläche infrage:
bepflanzte Felder, ungenutztes Marschgelände oder ein Dachgarten, aus
dem sich 20 Prozent des Haushaltsstroms abzapfen ließe. Und das
selbst nachts, da im Gegensatz zum Solarstrom die Sonne bei dieser
Technik keine direkte Rolle spielt.
Die aktuelle Ausgabe von GEO ist ab sofort im Handel erhältlich,
hat 162 Seiten und kostet 6,60 Euro.
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Maike Pelikan
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Datum: 25.03.2012 - 10:10 Uhr
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