Gesetzliche Frauenquote: Frauen im mittleren Management erwarten keinen Karriere-Nutzen
ID: 604114
davon überzeugt, dass sich ihre berufliche Situation durch die
Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Vorstände und
Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen nicht ändern würde. Jede
Zweite ist darüber hinaus der Meinung, dass die derzeitige Diskussion
den Kern des eigentlichen Problems generell nicht trifft. Das sind
Ergebnisse einer aktuellen Befragung von Frauen im mittleren
Management im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert.
"Die Ergebnisse der Umfrage haben unsere Beobachtungen in der
täglichen Praxis bestätigt", sagt Studienleiter Bernhard Walter,
Personalberater bei Rochus Mummert. "Die deutliche Mehrzahl der
Frauen im mittleren Management braucht keine ideologischen
Hoffnungswerte auf mögliche Abstrahleffekte in der Zukunft, sondern
konkrete Lösungen, um Karriere und Familie hier und jetzt besser
miteinander vereinbaren zu können."
Lediglich die jüngeren Managerinnen scheinen sich für ihre
persönliche Karriere etwas mehr von einer gesetzlichen Frauenquote zu
versprechen. Erwartet in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen
doch immerhin gut jede zweite Befragte einen positiven Effekt auf die
eigene berufliche Situation. "Diese Hoffnungen auf einen Wandel in
der Berufswelt sind sicherlich nicht aus der Luft gegriffen, aber bis
beispielsweise Führungspositionen in Teilzeit in den Unternehmen eine
Selbstverständlichkeit sind, dürften noch mindestens fünf bis zehn
Jahre vergehen. Die erfahreneren Managerinnen sehen das also durchaus
etwas realistischer", so Personalberater Walter weiter.
Ein zusätzliches Problem ist, dass allein mit der Einführung einer
gesetzlichen Frauenquote für börsennotierte Unternehmen noch keine
einzige Topmanagementposition mit einer Frau besetzt wäre. "Schon
heute erleben wir bei unseren Mandanten, dass es häufig nicht am
Willen der Unternehmen mangelt, sondern an den geeigneten
Kandidatinnen", sagt Personalexperte Walter. "Um hier den dringend
benötigten Unterbau an Managerinnen zu schaffen, führt für Politik
und Wirtschaft kein Weg daran vorbei, vor allem die Rahmenbedingungen
für Frauen im mittleren Management zu verbessern."
Die Studie
Für die Untersuchung "Frauen im mittleren Management" wurden
zwischen Januar und Februar 2012 im Auftrag der Personalberatung
Rochus Mummert 119 Frauen im mittleren Management von Unternehmen mit
mindestens 50 Mitarbeitern aus den Branchen Handel, Dienstleistungen
und produzierendes Gewerbe/Industrie befragt.
Über Rochus Mummert (www.rochusmummert.com)
Dr. Rochus Mummert gründete vor nahezu 40 Jahren die heute unter der
Dachmarke Rochus Mummert firmierende Unternehmensberatung, die sich
der Gewinnung und Förderung von Management-Elite verpflichtet hat.
Seitdem wurden mehr als 35.000 Führungskräfte, Gesellschafter und
Unternehmer beraten, mehrere tausend Top-Management-Positionen
erfolgreich besetzt und zahlreiche Management-Potenzial-Analysen
sowie Management- und Gesellschafter-Beratungen durchgeführt. Die
Erfahrung des Hauses erstreckt sich auf alle Wirtschaftszweige,
Funktionen und Unternehmensgrößen - im Inland wie im Ausland, im
mittelständischen Bereich wie auch in Konzernen. Durch die Ergebnisse
der Arbeit hat sich Rochus Mummert in der Spitzengruppe der Branche
etabliert.
Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Tel: 040 253185 111
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de
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Datum: 27.03.2012 - 10:00 Uhr
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