KfW-ifo-Mittelstandsbarometer / Kleine und mittlere Unternehmen bleiben positiv gestimmt
ID: 609737
- Mittelständisches Geschäftsklima stagniert im März auf hohem
Niveau
- Geschäftslage wird etwas besser eingeschätzt, Erwartungen gehen
leicht zurück
Die Stimmung der deutschen Mittelständler bleibt unverändert gut:
Im März erreichte das KfW-ifo-Geschäftsklima 21,0 Saldenpunkte und
stagnierte damit in etwa gegenüber dem Vormonat (-0,3 Zähler). Der
Indikator hält sich also weiter auf dem sehr hohen Niveau, das er
nach seinem rasanten Anstieg seit Jahresbeginn erobert hatte.
Die mittelständischen Unternehmen schätzten im März sowohl ihre
Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen kaum anders ein als
im Vormonat: Die Urteile zur Lage zogen leicht an (+0,6 Zähler auf
33,5 Saldenpunkte), die Erwartungen gaben gleichzeitig etwas nach
(-1,6 Zähler auf 8,4 Saldenpunkte). "Der geringfügige Rückgang der
Geschäftserwartungen sollte nicht überbewertet werden, denn er folgt
auf eine außerordentlich dynamische Aufhellung der Zuversicht in den
beiden Vormonaten, während derer die Mittelständler ihre Erwartungen
um insgesamt knapp zehn Zähler nach oben korrigiert hatten",
kommentiert Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.
Auch bei den Großunternehmen bewegten sich das Geschäftsklima und
dessen Teilindikatoren im März nur wenig. Im Unterschied zu den
Mittelständlern beurteilten die großen Firmen allerdings ihre
aktuellen Geschäfte im März etwas weniger gut als im Februar (-1,5
Zähler auf 31,4 Saldenpunkte), wohingegen sich ihre
Geschäftserwartungen minimal verbesserten (+0,9 Zähler auf 0,6
Saldenpunkte).
"Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist weiterhin gut, sie
wächst allerdings nicht in den Himmel. Das ist angesichts der nach
wie vor vorhandenen Risiken auch plausibel: Die Staatsschuldenkrise
ist noch lange nicht ausgestanden und ein Energiepreisschock infolge
der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ist nicht
ausgeschlossen", sagt Dr. Norbert Irsch.
Das Einfallstor für Risiken sei primär der Außenhandel, während
die Binnenwirtschaft vor allem Dank des gut laufenden Arbeitsmarktes
und höherer Tarifabschlüsse für eine verlässliche konjunkturelle
Grunddynamik sorge. Diese stütze die Unternehmensinvestitionen, für
die 2012 immerhin ein realer Zuwachs von 3,1 % zu erwarten sei (2011:
+7,5 %). "Wir sind unverändert zuversichtlich, dass die deutsche
Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,2 % zulegen kann. Unter den
gegebenen Rahmenbedingungen wäre ein solches Ergebnis nicht schlecht
- vor allem im europäischen Vergleich", so Irsch.
Die ausführliche Analyse mit Datentabelle und Grafiken zum
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist unter:
www.kfw.de/mittelstandsbarometer abrufbar.
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Wolfram Schweikchardt,
Tel. 069 7431-1778, Fax: 069 7431-3266,
E-Mail: wolfram.schweickhardt@kfw.de, Internet: www.kfw.de/newsroom
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Datum: 03.04.2012 - 09:39 Uhr
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