Ukraine unterstützt Gaspipeline Baku-Tiflis-Ceyhan
ID: 612439
Die Ukraine ist bereit, bis zu 790 Millionen EUR in das
transkaspische Gaspipeline-Projekt zu investieren. Die Investition
ist an die Bedingung geknüpft, dass ein Anschluss an den georgischen
Ölhafen Kulevi an der Ostküste des Schwarzen Meers gebaut wird. Kiew
plant den Transport von flüssigem Erdgas aus Kulevi mit Tankschiffen
zum südukrainischen LNG-Terminal Yuzhny, teilt die Pressestelle des
ukrainischen Premierministers Mykola Asarow mit. Die neue Gaspipeline
soll über das Gebiet von Aserbaidschan und Georgien an Russland
vorbei führen.
Während des Treffens mit dem Präsidenten von Aserbaidschan Ilham
Alijew sprach sich der ukrainische Premier Mykola Asarow für die
Teilnahme am Bau der transkaspischen Pipeline aus - jedoch unter der
Voraussetzung, dass alle beteiligten Parteien einen Konsens finden
können, berichtet die Pressestelle weiter.
Die projektierte Kapazität der Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan liegt
bei 30 Milliarden Kubikmeter jährlich. Dadurch wird es möglich, Gas
aus Turkmenistan zur Nabucco-Pipeline - der Alternativroute zur
russischenSouth Stream-Pipeline - zu leiten. Bekanntlich wird
letztere durch Gazprom unterstützt. Die Gesamtkosten des
transkaspischen Gaspipeline-Projekts liegen bei geschätzten 7,9
Milliarden EUR.
Es wurde berichtet, dass Russland die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline
nicht unterstützen wolle. Das russische Aussenministerium erklärte,
dass Baku und A?gabat nicht das Recht hätten, eine Pipeline ohne die
Zustimmung aller Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres aufgrund des
ungeklärten Rechtsstatus des kaspischen Meeresgrundes zu bauen.
Aserbaidschan besteht darauf, dass es dieses Problem durch ein
bilaterales Abkommen mit Turkmenistan beilegen kann.
Zum rechten Zeitpunkt konnte die Ukraine die Machbarkeitsstudie
des LNG-Terminals Yuzhnyvergangene Woche abschliessen. In der Folge
wurde das Projekt im Wert von 846 Millionen EUR ausländischen
Investoren angeboten. Die prognostizierte Gastransferkapazität des
Terminals liegt bei 10 Milliarden Kubikmeter jährlich mit der
Aussicht auf Verdoppelung in Zukunft. Die Planungs- und Bauphase des
Projekts wird bei 49 Monaten angesetzt.
Bezeichnenderweise bot der ukrainische Präsident Viktor
Janukowitsch Russland im September 2011 an, die South Stream-Pipeline
durch die südliche Ukraine laufen zu lassen. Das würde die Baukosten
auf 20 Prozent - von 25 Milliarden EUR auf 5 Milliarden EUR - senken.
Gegenwärtig ist geplant, die Pipeline durch türkische Gewässer des
Schwarzmeeres zu verlegen.
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E-Mail:
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Datum: 06.04.2012 - 13:51 Uhr
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