Internate – Fluch oder Segen?

Internate – Fluch oder Segen?

ID: 616750

Internate sind für alle Schülertypen offen. Sie fördern wissbegierige, leistungsstarke Kinder, die sich an staatlichen Schulen unterfordert fühlten. Internate geben aber auch jenen Schülern eine zweite Chance, die anderswo als Sonderlinge oder Schulversager galten bzw. die mit dem staatlichen Schulsystem Schwierigkeiten hatten oder aus den unterschiedlichsten Gründen daran gescheitert sind. Falsch ist die teils öffentliche Meinung, dass Internate nur was für Streber sind bzw. als Auffangbecken für Kinder aus kaputten Familien dienen.



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(firmenpresse) - Grundvoraussetzung für einen Internatsbesuch ist, dass man offen ist für sein neues Zuhause. Ein gewisses Maß an Selbständigkeit sollte vorhanden sein. Fühlt sich ein Kind von den Eltern abgeschoben, hilft meist auch die beste Betreuung nichts.

Viele Schüler verbessern ihre schulischen Leistungen nach einem Wechsel auf das Internat relativ schnell. Internate bieten u.a. musische, sportliche und naturwissenschaftliche Profile an, sodass vor allem Schüler mit besonderen Begabungen auf diesen Gebieten profitieren. Arbeitsgruppen und Interessensgemeinschaften sind fester Bestandteil des Internatsangebots. Abseits von Fächern und Zensuren ist das Leben in der Gemeinschaft ein zentrales Anliegen. Die Schüler lernen sehr früh, Rücksicht auf andere zu nehmen und sich zu engagieren.

Die Kosten für Internate sind sehr unterschiedlich. Es gibt vor allem unter den privaten Internaten einige, die extrem teuer sind. Da erfolgt die Zusammensetzung der Klassen nach dem Portemonnaie der Eltern. Andere Internate sind günstiger im Schulgeld und werben außerdem mit Stipendien für besondere Leistungen im schulischen oder im sozialen Bereich, um auch Schüler in die Klassen zu bekommen, deren Eltern nicht ausreichend über das nötige Kleingeld verfügen. Das ist auch dringend notwendig, denn die privaten Internate bekommen zunehmend Konkurrenz durch die Ganztagsschulen. Diese erfüllen vieles von dem, was Internate versprechen. Die Ganztagsschulen kosten den Eltern aber etwa nur ein Drittel im Vergleich zu dem, was ein privates Internat an Kosten verlangt.

In vielen staatlichen Internaten, vor allem im Osten Deutschlands, entscheidet ein Eignungstest, welche Schüler an die Schule kommen. Und wenn die Eltern das monatliche Schulgeld nicht aufbringen können, bekommt das Kind ein Stipendium.

Hinweis: Niemals sollte ein Kind gegen seinen Willen ins Internat geschickt werden. Und niemals sollten Eltern ein Internat auswählen, weil sie sich davon eine großartige Karriere für den Nachwuchs versprechen.



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Datum: 16.04.2012 - 10:36 Uhr
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