Verpackungen können nachhaltig sein
EUROFORUM-Konferenz "Sustainable Packaging 2012"
14. und 22. Juni 2012, Köln
ID: 619178
viele Unternehmen bereits zur Unternehmensstrategie und umfasst die
gesamte Wertschöpfungskette. Um den "ökologischen Fußabdruck" zu
reduzieren und einen nachhaltigen Konsum zu ermöglichen, steht neben
der nachhaltigen Produktgestaltung auch die Verpackung im Mittelpunkt
des Interesses. Nicht nur das Material an sich wird hierbei
berücksichtigt, sondern die gesamte Prozesskette. Unter dem Vorsitz
von Dr. Hermann Onusseit (Henkel AG & Co KGaA) diskutieren auf der
EUROFORUM-Konferenz "Sustainable Packaging 2012" zahlreiche Vertreter
aus Handel, Industrie und Beratung über die Anforderungen von Handel
und Verbrauchern an nachhaltige Verpackungen. Schwerpunkte des
Kongresses sind neben zahlreichen Best Practices nachhaltiger
Verpackungen, Kundenwünsche an Produkt- und Packaging-Welten sowie
die Diskussion um Recyclingfähigkeit und nachwachsende Ressourcen.
Verpackung und Nachhaltigkeit ist kein Widerspruch
"Auf Grund des täglich erlebten Verpackungsabfalls, werden
Verpackungen von vielen häufig als Umweltproblem gesehen, das heißt
als wenig oder gar nicht nachhaltig. Genau das Gegenteil kann jedoch
der Fall sein. Eine nicht ausreichende Verpackung kann zu Verlusten
oder Beschädigung von Produkten beim Transport und der Lagerung
führen, was zu einer erneuten Herstellung führt. Verpackungen
schützen Produkte. Wichtig ist jedoch, dass die notwendige Verpackung
möglichst nachhaltig hergestellt wird, und dass ihr gesamter
Lebenszyklus nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet wird", so der
Vorsitzende der Tagung Dr. Onusseit. In seinem Vortrag erläutert der
Verpackungsexperte, wie sich der scheinbare Widerspruch von
nachhaltiger Verpackung wandelt.
Ökoeffizienz-Analyse als Basis von Sustainable Packaging
Die Ökoeffizienz-Analyse der BASF SE setzt die Wirtschaftlichkeit
eines Produkts ins Verhältnis zu den Auswirkungen auf die Umwelt.
Dabei wird eine ganzheitliche Betrachtung der Lösungsalternativen
durchgeführt. Der gesamte Lebensweg eines Produkts oder Verfahrens
wird betrachtet, von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und
Verwendung des Produkts bis zur Entsorgung. Dr. Sabine-Natalie
Fisbeck-Groh (BASF) stellt das Analyse-Tool anhand aktueller
Produktbeispiele vor. Recyclingfähigkeit ist ein zentraler
Bestandteil nachhaltiger Verpackungslösungen. Timothy Glaz (Duales
System Deutschland GmbH) erörtert die Umweltbilanz des Recyclings von
Verpackungen. Den Aspekt der nachwachsenden Rohstoffe bei der
Verpackungswahl beleuchtet anschließend Dr. Heike Schiffler (Tetra
Pak GmbH & Co. KG).
Der Megatrend: Nachhaltiger Konsum
"Nachhaltiger Konsum ist ein Megatrend und wir stehen am Beginn
einer nachhaltigen Konsumrevolution", so Dr. Nadine Pratt (Wuppertal
Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and
Production). Dr. Pratt erläutert in ihrem Vortrag, welche Produkte
2025 konsumiert, welche Business-Modelle dahinter stehen und welche
Rolle Verpackungen dabei spielen werden. "Nachhaltigkeit kann nur
produktspezifisch bemessen werden", so Thomas Maiwald (real,-
SB-Warenhaus). Der Verpackungsexperte berichtet über die Probleme bei
der Erstellung eines Anforderungskatalogs an nachhaltige
Verpackungslösungen.
Best Practices: Reduce, Re-use, Recycle
Glas genießt bei umwelt- und gesundheitsbewussten Verbrauchern
einen guten Ruf. Ob als Getränkeflasche oder Lebensmittelgläser - in
der Ernährungs- und Getränkeindustrie ist Glas ein wichtiges
Verpackungsmaterial, denn Glas ist zu 100 Prozent stofflich wieder
verwertbar. Dr. Johann Overath (Bundesverband Glasindustrie e.V.)
spricht auf dem Branchentreff über Vorteile von Glasverpackungen.
"Die Getränkedose ist eine unterschätzte Verpackung im Bereich
Nachhaltigkeit", erklärt Welf Jung (Rexam PLC). Aus Sicht eines
weltweit führenden Herstellers von Konsumgüterverpackungen spricht
Jung über ressourcenschonende Produktentwicklung und Reduktion von
Umweltbelastungen. Weitere nachhaltige Verpackungs-Lösungen stellt
Martina Kunert (Lothar Böhm) vor. "Nachhaltigkeit kann man sehen,
fühlen und erleben", ist sich Michael Heintschel (Heintschel Group)
sicher. Über neue Formensprache, frische Farb- und Bildwelten und
intelligenten Materialeinsatz berichtet der Experte auf dem
Verpackungstreff und präsentiert seine Vision von Nachhaltigkeit im
Design.
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Julia Batzing
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Datum: 18.04.2012 - 13:58 Uhr
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