Eröffnungskonferenz erneuerbare Energien / EE-Integration ins Gesamtsystem ist essentiell
ID: 624603
Eröffnungskonferenz zur Plattform Erneuerbare Energien statt, an der
auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) teilgenommen hat. Die
Plattform hat nach Angaben des BMU das Ziel, den weiteren Ausbau der
erneuerbaren Energien voranzutreiben und die verschiedenen Prozesse
optimal miteinander zu verzahnen. VKU-Hauptgeschäftsführer
Hans-Joachim Reck: "Wir begrüßen die Initiative des
Bundesumweltministers, den notwendigen Ausbau der erneuerbaren
Energien in einem stimmigen Gesamtsystem zu betrachten und mit den
entsprechend beteiligten Ansprechpartnern zu diskutieren." Die
Energiewende hin zu einem dezentraleren Energiesystem mit erneuerbare
Energien als Basis "ist ohne die Stadtwerke nicht machbar", so der
VKU-Hauptgeschäftsführer." Dezentralität ist die Domäne der
Stadtwerke. Schon heute investieren die Stadtwerke in den Ausbau der
Erneuerbaren - auch gemeinsam mit den Bürgern vor Ort über
Beteiligungsmodelle wie Sparbriefe - oder bieten selbst
Ökostromangebote an."
Wichtig sei, dass der Ausbau der Erneuerbaren einhergeht mit einer
entsprechenden Markt- und Systemintegration und somit auch ein
Beitrag zu Versorgungssicherheit und Netzstabilität erreicht werden
kann, so Reck. Aktuell werden 97 Prozent der erneuerbaren Energien
auf der Verteilnetzebene eingespeist. "Die Verteilnetze sind damit
ein entscheidender Schlüssel für das Gelingen der Energiewende.
Stromautobahnen funktionieren nur dann gut, wenn sie entsprechend
gute Auf- und Abfahrten und zuverlässige Bundes- und Kreisstraßen
haben." Zugleich müsse der Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem
Zubau flexibler und hocheffizienter Kraftwerke in Einklang gebracht
werden. "Nur diese können die Schwankungen der Erneuerbaren
ausgleichen und den Ausstieg aus der Kernenergie flankieren." Reck
forderte in der Sitzung, dass man dringend darüber sprechen müsse,
"wie die beiden Märkte - der für Grünstrom und der für
konventionellen Strom - zusammengebracht werden können. Wir brauchen
jetzt eine Debatte über Kapazitätsmechanismen. Denn ohne zu wissen,
wie konventionelle Kraftwerke zukünftig ihr Geld einspielen können,
wird keiner bereit sein, zu investieren. Ein novelliertes Marktdesign
muss die notwendigen Investitionen in neue Erzeugungs- und
Speicherkapazitäten ermöglichen, ohne die Versorgungssicherheit und
Netzstabilität zu vergessen."
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 236.000 Beschäftigten
wurden 2009 Umsatzerlöse von rund 94 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 67,7 Prozent in der Erdgas-, 76,3 Prozent in der
Trinkwasser-, 58,2 Prozent in der Wärmeversorgung und 12,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.
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Datum: 25.04.2012 - 13:40 Uhr
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