Neue OZ: Kommentar zu Griechenland / Euro-Krise
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Schön, dass jetzt auch die weltweit führende Ratingagentur S&P
Griechenland wieder bessere Noten gibt. Zwar vollzieht sich die
Entwicklung auf niedrigem Niveau. Griechenland bleibt zweifellos der
ärgste Sanierungsfall der Euro-Zone. Aber der Ausblick bessert sich,
was ein gutes Licht auf die Krisenpolitik der
Euro-Staatengemeinschaft wirft.
Was war das für ein Gewürge um den Schuldenschnitt für Hellas.
Viele berühmte Ökonomen warnten vor dem Schritt. Er werde
Griechenland zum Präzedenzfall machen, hieß es. Wenn Gläubiger einmal
Zahlungsausfälle in der Euro-Zone hinnehmen müssten, würden sie auch
anderen Problemstaaten der Gemeinschaft kein Geld mehr leihen.
Alles übertrieben, sagt nach der Ratingagentur Fitch jetzt auch
S&P. Richtig gemacht, können Schuldenschnitte zur Lösung der
Euro-Krise beitragen. Das ist eine wichtige Lektion, die beim
weiteren Umgang mit den Finanzproblemen helfen kann.
Ein Licht am Ende des Tunnels ist in der Euro-Krise dennoch nicht
auszumachen. Im Gegenteil. Gleich am Sonntag droht neues Ungemach aus
Athen, das die Währungsgemeinschaft weiter schwer belasten könnte.
Die Chancen für Splitterparteien stehen gut, bei den Parlamentswahlen
den Sprung in die Volksvertretung zu schaffen. Die Populisten
versprechen ein Ende der Sparpolitik. Eine harte Probe für die
Bonität Griechenlands.
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Datum: 02.05.2012 - 22:00 Uhr
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