Interview mit Ralph Jacoby zum Thema Nachhaltigkeit im Mittelstand:
„Der Mittelstand nutzt sein kommunikatives Potenzial nicht aus“
Herr Jacoby, was verbindet der Mittelstand mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“?
Aus meiner Sicht ist das eine Mischung aus Langfristigkeit und familiärer Bindung, die dem Unternehmen häufig als roter Faden dient. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Sinne auch ein Engagement für die Zukunftssicherung unserer Kinder in Deutschland. Das heißt, die Orientierung erfolgt über Generationen. Darüber hinaus liegt darin ein starkes Bewusstsein für die Mitarbeiter, sprich soziales Bewusstsein.
Worin äußert sich das?
Es besteht häufig eine langjährige persönliche Beziehung zu den Mitarbeitern. Die Unternehmer sind selbst bei den Betriebsversammlungen dabei, um die Unternehmensstrategie und ihre Motive zu erläutern. Das sind Menschen, die das Risiko und die Verantwortung tragen, und aufgrund dessen fühlt der mittelständische Unternehmer, gerade bei Veränderungsprozessen, auch vielfach eine andere soziale Verpflichtung als angestellte Manager.
Würden Sie daher der These beipflichten, dass der mittelständische Unternehmer eher geneigt ist, sich nachhaltig zu engagieren, als ein angestellter Konzernmanager?
Der mittelständische Unternehmer ist es eher gewohnt. Für ihn ist es gelebte Praxis. Für Unternehmerfamilien ist die Lebensplanung eng verknüpft mit dem Wohlergehen der Unternehmung. Damit ist zwangsläufig ein langfristiges Interesse auch zum Wohle der Mitarbeiter vorhanden.
Woran liegt es aus Ihrer Sicht, dass viele Mittelständler ihre Vorzüge nicht kommunizieren?
Das ist historisch gewachsen. Lange Zeit galt im Mittelstand „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass Reden auch Gold wert sein kann. Und Mittelständer stellen fest, dass in der komplexer gewordenen Welt Marketingkommunikation an Bedeutung gewinnt, um das Unternehmen gezielt und qualifiziert zu präsentieren, zum Beispiel auch deshalb, um die Fluktuationsbereitschaft von Kunden und Lieferanten zu schmälern.
Ist das Thema Nachhaltigkeit für den Mittelstand Belastung, oder zeichnen sich dort auch viele Chancen ab?
Ausgehend von der Komplexität und den vielfältigen Regelungen insbesondere in Bezug auf die ökologische Komponente ist es eher ein Belastungsfaktor, da auch die Qualität des Managements dem zunehmend gewachsen sein muss. Das Thema soziale Verantwortung hingegen hat der Mittelstand schon immer gelebt.
Herr Jacoby, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
(Das Interview wurde im Oktober 2008 von Herrn Volker Weber von der true assets Unternehmensberatung mit Herrn Ralph Jacoby geführt.)
Das vollständige Interview finden Sie unter www.jacoby-cie.de im Bereich Presse / NEWS.
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Über die Jacoby & Cie. AG
Die 2006 in Stuttgart gegründete und kürzlich um eine Münchner Dependance erweiterte Jacoby & Cie. AG versteht sich als Dienstleister für Strategie und Management. Unternehmensgründer Ralph Jacoby, der zuvor u. a. als Finanz- und Personalvorstand der börsennotierten Bertrandt AG tätig war, legt in den Projekten Wert auf die aktive Einbeziehung der Führungskräfte und Mitarbeiter seiner Kunden. Zu dieser Partnerschaft auf Augenhöhe gehört auch die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Strategien und Lösungen für das Unternehmen.
Das Angebot von Jacoby & Cie. umfasst Strategie- und Managementleistungen im Bereich Kapital- und Finanzmarkt, Unternehmensentwicklung, Turnaround sowie Unternehmens-nachfolge. Branchenschwerpunkte sind Automotive, High Tech, IT, Engineering, Neue Medien und Handel.
Die Experten von Jacoby & Cie. zeichnen sich durch langjährige Berufs- und Führungserfahrung aus, die sie in verschiedenen Branchen erworben haben. Von dieser umfassenden fachlichen und sozialen Kompetenz profitieren die Kunden ebenso, wie von der ausgeprägten Leistungsbereitschaft und dem pragmatischen Ansatz des Teams.
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Datum: 29.10.2008 - 16:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 62968
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Thomas Greiter
Stadt:
Stuttgart
Telefon: 089 89069820
Kategorie:
Dienstleistung
Meldungsart: Interview
Versandart: eMail-Versand
Freigabedatum: 29.10.2008
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