Tag des Ausbildungsplatzes: Engagement für die Fachkräfte von morgen
ID: 632204
Ausbildungsplatzes, den die Bundesagentur für Arbeit (BA) dieses Jahr
am 07. Mai veranstaltet. Damals war das wichtigste Ziel, möglichst
viele Ausbildungsplätze bei den Arbeitgebern einzuwerben. Heute
stellt der Ausbildungsmarkt Betriebe und Jugendliche vor neue
Herausforderungen.
Der Ausbildungsmarkt ist im Wandel. Gab es vor Jahren einen
Überhang an Jugendlichen, so ist es in einigen Regionen inzwischen
umgekehrt: dort werden die jungen Menschen zum knappen Gut. Raimund
Becker, Vorstand der BA: "Es reicht nicht, am Tag des
Ausbildungsplatzes ausschließlich auf die Quantität von Bewerbern und
Ausbildungsplätzen zu schauen. Die Herausforderung der nächsten Jahre
wird sein, dass Jugendliche und Arbeitgeber noch besser zueinander
finden."
Denn alle Arbeitsmarktregionen in Deutschland haben eins
gemeinsam: nicht jeder Arbeitgeber findet den passenden Azubi,
gleichzeitig findet nicht jeder Jugendliche den passenden
Ausbildungsplatz.
Viele Jugendliche wollen ihre Ausbildungschancen erhöhen, indem
sie überregional suchen. Das hat zur Folge, dass jeder dritte
Auszubildende seine Ausbildung nicht im Heimatkreis absolviert. Dabei
kann man feststellen, dass Metropolregionen, wie zum Beispiel
Hamburg, Bremen und Berlin, wie Ausbildungsmagnete wirken. Andere
Regionen dagegen haben große Schwierigkeiten, Ausbildungsbewerber in
ihrer Region zu halten. Aber das Pendel- und Abwanderungsverhalten
der jungen Menschen hat sich über die Jahre verändert. So ist zum
Beispiel die Zahl der der Jugendlichen, die aus den alten in die
neuen Bundesländer pendeln, von 2006 bis 2011 um 60 Prozent
zurückgegangen.
"Vor diesem Hintergrund sollten Arbeitgeber versuchen, die
Mobilität der jungen Menschen für sich zu nutzen und weiterhin ein
großes Spektrum an Ausbildungsplätzen zur Verfügung stellen", so
Becker. Arbeitgeber können für junge Menschen attraktiver werden,
indem sie sich zum Beispiel in sozialen Netzwerken präsentieren, sich
mit anderen Arbeitgebern in Ausbildungsverbünden zusammenschließen
oder indem sie Schülerpraktika anbieten. "Es lohnt sich für
Arbeitgeber, zusätzlich ihre Ansprüche an die Bewerber zu
überdenken", plädiert Becker. "Viele Schüler, die auf den ersten
Blick nicht wie Olympioniken wirken, haben das Zeug zu einer
erfolgreichen Ausbildung. Kein Jugendlicher darf auf seinem Weg in
Ausbildung verloren gehen."
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.
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Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
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Datum: 07.05.2012 - 09:56 Uhr
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