Für jede Mutter etwas Einzigartiges - Zierpflanzenzüchter sorgen für bunte Vielfalt am Muttertag
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geschützt; Logistische Meisterleistung: Stecklingsproduktion von
Weihnachtssternen beginnt im Mai.
Der 13. Mai ist Ehrentag aller Mütter. Besonders gern verschenken
Klein und Groß zu diesem Festtag Blumen. Jede Mutter hat ihre
Lieblingspflanze. "Dass wir für jede Vorliebe und alle Anlässe eine
einzigartige Vielfalt anbieten können, ist das Ergebnis langer und
intensiver Arbeit in der Zierpflanzenzüchtung", erklärt Dr.
Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher
Pflanzenzüchter e. V. (BDP). Wie viel Vorarbeit und Planung darin
steckt, hochwertige Zierpflanzen bereitzustellen - angefangen bei der
Saatgutproduktion bzw. der Stecklingsvermehrung über den
Jungpflanzenbetrieb bis hin zur Gärtnerei oder zum Einzelhandel -,
ist oftmals unbekannt.
Dass zu großen Festtagen ausreichend Zierpflanzen blühen, setzt
eine logistische Meisterleistung voraus. Denn im Gegensatz zu anderen
Branchen sind die Produkte nicht auf Knopfdruck fertig. "Jedes
Pflanzenwachstum braucht seine Zeit und jede Sorte hat ganz
individuelle Ansprüche", sagt Schäfer. Während der Verkauf der
fertigen Pflanzen anlässlich des Muttertags beginnt, laufen
gleichzeitig die Vorarbeiten für die Bereitstellung von
Weihnachtssternen auf Hochtouren.
In der Produktionskette werden kleine Pflänzchen aus Saatgut
(generativ) oder aus Sprossteilen anderer Zierpflanzen (vegetativ)
angezogen und in Jungpflanzenbetrieben weiterkultiviert und
schließlich an den Gärtner vermarktet. Manchmal findet die Produktion
in unterschiedlichen Regionen der Welt statt, um bessere klimatische
Bedingungen zu nutzen. Die Züchtung - der Ursprung einer Sorte -
findet dagegen häufig in Deutschland statt.
Die Züchter verbessern in langjährigen Prozessen die
Sorteneigenschaften wie Farbe, Form und Größe der Blüten sowie die
Blühdauer, Krankheitsresistenzen und Stresstoleranzen. Jedes Jahr
führen die sie zehntausende Kreuzungen durch und wählen unter den
Hunderttausenden von Nachkommen aus. Die Pflanze muss in ihrem
gesamten Aufbau ein harmonisches Ganzes ergeben. "Die Züchtung ist
wie Kunst: Die Vereinigung der verschiedensten Merkmale ergibt nach
langer Arbeit das Gesamtkunstwerk - eine prächtig blühende
Zierpflanze", erklärt Schäfer.
Die Wünsche des Handels und der Verbraucher sollen erfüllt werden.
Trockenstresstoleranz bei Zierpflanzen ist ein gefragtes
Züchtungsziel. "Erste Untersuchungen zeigen, dass Sorten
unterschiedliche Tricks für das Überleben bei wenig Wasser
einsetzen", erläutert Schäfer. Dieses Wissen möchten die
Zierpflanzenzüchter nutzen, um künftig auf allen Produktionsstufen
den Wassereinsatz so effizient wie möglich zu gestalten und die
Frische der Zierpflanzen noch weiter zu erhöhen.
Fakten zur Branche:
Hierzulande züchten etwa 50 Unternehmen Zierpflanzen. Ein
Anzeichen für die Innovationskraft der Branche, die bereits Mitte des
18. Jahrhunderts in Deutschland zu züchten begann, sind die über
10.100 geschützten Zierpflanzensorten in über 1.300 Gattungen auf
europäischer Ebene. Allein 1.701 Sorten stammen aus Deutschland. Die
Zierpflanzenzüchter in Deutschland züchten für die Weltmärkte mit
Schwerpunkt Europa und Nordamerika. Bei bestimmten Arten z. B. bei
Geranien und Knollenbegonien sind einzelne Unternehmen führend. Der
Umsatz des gesamten inländischen Marktes liegt bei 8,6 Milliarden
Euro jährlich zu Einzelhandelspreisen. Der Wert der Inlandserzeugung
liegt bei 50 Prozent. Beet- und Balkonpflanzen haben daran mit 76
Prozent den größten Anteil.
Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V.
Christina Siepe
Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn
Tel. 02 28/9 85 81-17, Fax -19, E-Mail: csiepe@bdp-online.de
www.bdp-online.de ; www.diepflanzenzuechter.de
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Datum: 07.05.2012 - 15:32 Uhr
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