Mali: Caritas weitet Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene aus -
Zustrom Hilfesuchender hält an - Humanitäre Lage verschlechtert sich - Übergriffe gegen Zivilbevölkerung
ID: 635609
Flüchtlinge und Vertriebene in Mali aus. Das Hilfswerk der deutschen
Caritas reagiert damit auf den anhaltenden Zustrom von
Hilfesuchenden, die aus Angst vor Gewalt und Übergriffen aus dem
Norden des Landes in den Süden fliehen. Allein in der Stadt Mopti,
die an die von Tuaregs und Islamisten ausgerufene Region Azawad
grenzt, haben bislang bereits 10.000 Vertriebene Zuflucht gesucht;
darunter 7500 Kinder. Laut Caritas-Zählungen kommen derzeit
wöchentlich 2500 Vertriebene neu hinzu. Caritas international wird in
Mopti, das sich zum Hauptfluchtpunkt der Region entwickelt hat, bis
Ende des Jahres zusätzlich 1500 besonders Hilfsbedürftige mit
Lebensmitteln und Trinkwasser versorgen. Dafür werden 120.000 Euro
bereitgestellt.
Die humanitäre Lage im Norden Malis verschlechtert sich täglich.
Nach Angaben lokaler Caritas-Partner kommt es weiterhin zu
Übergriffen gegen die Zivilbevölkerung; insbesondere wird von
Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen berichtet. Die Wasser- und
Stromversorgung funktioniert nur noch unregelmäßig. Banken, Schulen
und andere öffentliche Einrichtungen sind geschlossen. Trotz
widrigster Umstände konnte die lokale Caritas in Zusammenarbeit mit
der Organisation ENDA im Norden Malis 1500 Vertriebene mit
Lebensmitteln versorgen. Mehr als 600 besonders gefährdete Menschen
wurden evakuiert.
Insgesamt sind bislang 284.000 Menschen vor den
Auseinandersetzungen im Norden Malis geflohen. 107.000 haben in Mali
Schutz gesucht; 177.000 sind in die angrenzenden Staaten Niger,
Mauretanien und Burkina Faso geflüchtet.
Spenden mit Stichwort "Flüchtlingshilfe Sahel" werden erbeten:
- Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank
für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, - online unter:
www.caritas-international.de
- Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl.
üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international
4,83 EUR)
- Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei
der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
- Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl.
üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Diakonie
Katastrophenhilfe 4,83 EUR)
Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und
gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen
Mitgliedsverbänden.
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Michael Brücker (Durchwahl -293, verantwortlich), Achim
Reinke (Durchwahl -515). www.caritas-international.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.05.2012 - 11:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 635609
Anzahl Zeichen: 3134
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Freiburg
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 412 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mali: Caritas weitet Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene aus -
Zustrom Hilfesuchender hält an - Humanitäre Lage verschlechtert sich - Übergriffe gegen Zivilbevölkerung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Caritas international (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Caritas international stellt 50.000 Euro Soforthilfe gegen die Ebola-Epidemie im Nordkongo bereit - Partnerorganisationen in Bunia und Goma schützen Gesundheitszentren und klären die Menschen über Ansteckungswege auf - Caritas fordert eine grundlegende Verbesserung der humanitären Situation im N
Caritas international warnt: Zentrale Hilfsgüter im Libanon gehen zur Neige ...
Caritas nimmt über die Waffenruhe hinaus die katastrophale humanitäre Situation im Libanon in den Blick - Zugang zu den Menschen muss gewährleistet sein - Caritas-Leiter fordert zudem mehr Mittel für die Hilfen und einen Friedensplan für den Libanon Caritas international begrüßt ausdrücklic
Caritas warnt vor wachsender Gewalt gegen Zivilisten / Rekordzahl bewaffneter Konflikte - Zahl getöteter Frauen und Kinder vervierfacht - "Bislang nicht gekannte Regellosigkeit" ...
Angesichts weltweit steigender Opferzahlen in bewaffneten Konflikten warnt Caritas international vor einer zunehmenden Gefährdung der Zivilbevölkerung. "Militärische Angriffe erfolgen immer häufiger ohne ausreichende Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Das humanitäre Völkerrecht wird in
Weitere Mitteilungen von Caritas international
adidas verlängert Partnerschaft mit Deutscher Sporthilfe / "Hall of Fame des deutschen Sports" als zentrales Element / Laufzeit bis Ende 2015 ...
Die adidas AG verstärkt ihr Engagement für die Stiftung Deutsche Sporthilfe, verlängert die Partnerschaft um weitere vier Jahre bis Ende 2015 und begleitet weiterhin die "Hall of Fame des deutschen Sports". "Sehr gerne führen wir die erfolgreiche Partnerschaft mit der Deut
WDR Europaforum: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: "Schwere Anpassungskrise" in Griechenland ...
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat nach den Wahlen vom Wochenende von einer "schweren Anpassungskrise" in Griechenland gesprochen. "Die griechische Bevölkerung leidet schwer unter den jahrzehntelangen Versäumnissen griechischer Politik", erklärte Schäuble beim 1
WDR Europaforum: Bundesaußenminister Westerwelle: In der Ukraine ist stille Diplomatie gefragt ...
Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist vorsichtig optimistisch, dass sich die Lage für die inzwischen in ein ukrainisches Krankenhaus verlegte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko, aber auch für andere Oppositionspolitiker verbessern wird. "Es geht um eine angemessene medizinische Ve
WDR Europaforum: Barroso und Schulz einig: Griechen müssen sich an geschlossene Verträge halten - Ex-Finanzminister Steinbrück erwartet Neuwahlen in Griechenland ...
Der frühere SPD-Finanzminister Peer Steinbrück hat nach den Wahlen in Griechenland große Sorge vor den weiteren Entwicklungen geäußert. Neuwahlen halte er ebenso für wahrscheinlich wie ein Anhalten des "paralytischen Zustands", des gesamten Landes. "Wenn die Griechen Parteie




