Festplattenpreise bleiben hoch
ID: 635621
- Preise verharren nach der Flut in Thailand auf Spitzenniveau
- Hersteller erreichen erst im September die alte Produktionskapazität
- Aber: Kaum Auswirkungen auf den PC-Markt zu spüren
Die Preise für Computer-Festplatten haben sich bislang nicht von ihren Höchstständen Ende 2011 erholt. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM. Infolge der Flutkatastrophe in Thailand im vergangenen Jahr sind im vierten Quartal 2011 die Preise für Speicherlaufwerke in Deutschland um fast 40 Prozent angestiegen. Im wichtigen Segment der internen und externen 3,5-Zoll-Festplatten haben sich die Preise sogar nahezu verdoppelt. Bei der Flut wurden zahlreiche Produktionsstätten zerstört oder beschädigt, was zu einer Verknappung des Angebots geführt hat. In den ersten drei Monaten des Jahres 2012 sind die Festplattenpreise nun um lediglich 2 Prozent zurückgegangen und verharren damit faktisch auf dem Niveau des Vorquartals. Basis der Angaben sind Berechnungen des Preisvergleichsportals Guenstiger.de für den BITKOM. In die Analyse ist die Preisentwicklung von 2.671 Festplatten im ersten Quartal des laufenden Jahres eingegangen. "Die Preise für Festplatten haben noch nicht wieder das vormals niedrige Niveau erreicht", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. "Die Hersteller fahren im Moment die Produktion schrittweise hoch." Nach Angaben der Anbieter werde das alte Produktionsniveau spätestens im September wieder hergestellt - fast ein Jahr nach dem Hochwasser.
Nach der Flutkatastrophe in Thailand waren im vierten Quartal 2011 die weltweiten Auslieferungen von Computer-Festplatten (Hard Disk Drives) um 30 Prozent im Vergleich zum Vorquartal eingebrochen. Aus Thailand kommt rund ein Viertel der weltweiten Festplattenproduktion. "Trotz einer im Durchschnitt kaum spürbaren Preisbewegung der Festplattenpreise gab es in den vergangenen Monaten bei einzelnen Modellen extreme Ausschläge nach oben und nach unten", sagte Kempf. Verbraucher sollten daher die Preise für bestimmte Modelle beobachten sowie die Angebote von Einzelhändlern und Online-Shops vergleichen.
Spürbare Auswirkungen auf die Preise für Computer sieht der BITKOM nicht. "Wegen des scharfen Wettbewerbs können die PC-Hersteller höhere Bezugspreise für einzelne Komponenten kaum an die Kunden weitergeben", sagte Kempf. Der BITKOM rechnet damit, dass die Festplattenpreise im Jahresverlauf tendenziell sinken werden. Fraglich ist allerdings, ob sie wieder das niedrige Niveau vor der Flut erreichen, da die Produzenten hohe Summen in die Wiederherstellung ihrer Anlagen investieren, was die Preise nach oben treibt. Nach Analystenschätzungen müssen die Anbieter dafür rund eine Milliarde US-Dollar aufbringen. Zudem sind infolge der Flut auch die Preise für Komponenten von Zulieferern gestiegen, die ebenfalls von der Katastrophe betroffen waren.
Hinweis zu den Daten: Bei der Preisanalyse für den BITKOM hat das Preisvergleichsportal www.guenstiger.de den jeweils niedrigsten Onlinepreis der 2.671 beobachteten Festplatten ermittelt. Die Datenbasis der Plattform beruht auf aktuellen Angeboten von mehr als 3.500 Online-Händlern der Informations- und Kommunikationstechnik, der Unterhaltungselektronik sowie anderer Produktbereiche. Darüber hinaus sind die Preise von rund 30.000 stationären Ladengeschäften gelistet.
Der BITKOM vertritt mehr als 1.700 Unternehmen, davon über 1.100 Direktmitglieder mit 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Nahezu alle Global Player sowie 800 Mittelständler und zahlreiche gründergeführte Unternehmen werden durch BITKOM repräsentiert. Hierzu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für eine Modernisierung des Bildungssystems, eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik und eine zukunftsfähige Netzpolitik ein.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der BITKOM vertritt mehr als 1.700 Unternehmen, davon über 1.100 Direktmitglieder mit 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Nahezu alle Global Player sowie 800 Mittelständler und zahlreiche gründergeführte Unternehmen werden durch BITKOM repräsentiert. Hierzu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für eine Modernisierung des Bildungssystems, eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik und eine zukunftsfähige Netzpolitik ein.
Datum: 10.05.2012 - 10:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 635621
Anzahl Zeichen: 4070
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Internet-Portale
Diese Pressemitteilung wurde bisher 253 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Festplattenpreise bleiben hoch"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Waschmaschine, Heizung oder Rollläden einfach mit einem Wisch auf dem Smartphone bedienen ? das könnte schon bald in deutschen Haushalten verbreitet sein, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach sagen gut 28 Prozent der Smartphone-Nutzer: Ich kann m
Europäischer ITK-Markt wächst etwas langsamer ...
Umsatz legt in diesem Jahr um 0,7 Prozent auf 686 Milliarden Euro zu Britischer ITK-Markt schrumpft leicht um 0,5 Prozent Weltweite ITK-Umsätze wachsen voraussichtlich um 1,8 Prozent Nach einem starken Umsatzanstieg im vergangenen Jahr wächst das Geschäft mit Prod
3D-Druck ermöglicht maßgeschneiderte Produktion ...
Ein selbst entworfenes Smartphone, Ersatzteile für Flugzeugtriebwerke oder sogar menschliche Organe auf Knopfdruck: Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction klang, ist mit innovativen 3D-Druckverfahren heute schon möglich ? und bietet riesige Chancen für die Fertigung und Logistik. Das ze
Weitere Mitteilungen von BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Enterprise 2.0 Seminare in Dortmund ...
Enterprise 2.0 verstehen Die Begriffe Enterprise 2.0 oder Unternehmen 2.0 assoziieren die Nutzung der Internet-Technologie im Unternehmen, insbesondere die Nutzung von web 2.0 Applikationen wie z.B. Foren, Wikis oder virtuelle Lernräume. Diese Assoziation ist sicher berechtigt, aber Enterp
Der Internet-Branche fehlen massiv Fachkräfte. Weiterbildungen finden kaum noch statt. ...
Der Europäische Webmasterverband Webmasters Europe e.V. (WE) hat heute das Ergebnis seiner aktuellen Analyse des Arbeitsmarktes für Internetexperten vorgestellt. Die Zahl der Stellenangebote für Internetexperten ist im Vergleich zum Vorjahr um 36% gewachsen. Der Fachkräftemangel verschärft sic
Wirtschaftsmotor Internet: Google und das IW Köln zeichnen die digitalsten deutschen Städte aus ...
Google und das IW Köln zeichnen zum ersten Mal zehn deutsche Städte als eTowns aus. Es handelt sich hierbei um Städte, in denen die Unternehmen ihre Geschäfts-, Vertriebs- und Marketingaktivitäten schneller und umfassender ins Netz verlagern als anderswo. Zur Ermittlung dieser Städte wurden S
Kodex für seriöse Partnersuche im Netz (SPIN-Kodex) ...
eDarling, FriendScout24, NEU.DE und PARSHIP stellen heute gemeinsam mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in Berlin den Kodex für die seriöse Partnersuche im Netz (SPIN-Kodex) vor. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die vier Unternehmen freiwillig zur Einhaltung von Verhalte




