ARTE-Geschäftsführer Klaus Wenger ist tot
ID: 636810
langjähriger Geschäftsführer der ARTE Deutschland TV GmbH und
ARTE-Koordinator der ARD, ist am gestrigen Donnerstag, 10. Mai 2012,
im Alter von 64 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Der
gebürtige Tübinger gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des
deutsch-französischen Kulturkanals ARTE und war an den zentralen
Weichenstellungen des Senders von Beginn an beteiligt. So wirkte er
entscheidend mit an der Umwandlung von ARTE in ein Ganztagesprogramm
und gab den Anstoß zur Entwicklung neuer Programmformate. Die
erfolgreiche Positionierung des Senders in der multimedialen Welt
verfolgte er bis zuletzt mit großem Engagement. Peter Boudgoust,
SWR-Intendant und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von ARTE
Deutschland: "Mit seiner Weitsicht, seinem diplomatischen Geschick,
seiner Leidenschaft für die europäische Idee und seinem
vorbehaltlosen Eintreten für die Ideale des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks hat Klaus Wenger großen Anteil daran, dass ARTE heute zu
den renommiertesten Medienunternehmen in Europa zählt. Wir haben mit
Klaus Wenger nicht nur einen innovativen Fernsehmacher und
leidenschaftlichen Europäer verloren, sondern auch einen großartigen
Menschen. Er hat wie kaum ein anderer die deutsch-französische
Freundschaft im wahrsten Sinne des Wortes gelebt. Trotz seiner
schweren Krankheit war Klaus Wenger noch bis vor wenigen Tagen in
seinem Büro in Baden-Baden und hat mit unglaublicher Energie an der
Zukunft des Senders gearbeitet. Sein Tod erfüllt uns mit tiefer
Trauer. Unser ganzes Mitgefühl gehört jetzt seiner Frau und seiner
Familie".
Dr. Klaus Wenger studierte von 1968 bis 1976 Geschichte,
Germanistik und Erziehungswissenschaft in Bonn, München, Paris und
Göttingen. Nach Studium und Promotion war er als Assistent an der
Universität Paris III und als Referent im Stifterverband für die
deutsche Wissenschaft tätig. Parallel dazu arbeitete er als
Lehrbeauftragter an der E.N.A. in Paris und an der Universität
Frankfurt. 1984 wechselte er als Leitender Redakteur zum Südwestfunk,
1991 - unmittelbar nach Gründung des Senders ARTE - wurde er mit der
Leitung der Redaktion "Dokumentationen und Dokumentarfilm" bei ARTE
G.E.I.E. in Straßburg beauftragt. Im Jahr 1995 wurde Dr. Klaus Wenger
zum hauptamtlichen Geschäftsführer von ARTE Deutschland und zum
ARTE-Koordinator der ARD ernannt. Beide Ämter bekleidete er bis zu
seinem Tod. Neben seiner Tätigkeit bei ARTE war Dr. Klaus Wenger in
zahlreichen deutsch-französischen und kulturellen Institutionen
aktiv, u.a. als Vorstandsmitglied des Deutsch-Französischen Instituts
in Ludwigsburg und als Verwaltungsrat des Festival du Film d'Histoire
Pessac/Bordeaux und des Théâtre National de Strasbourg. Für seine
Verdienste um die deutsch-französische Zusammenarbeit wurde er mit
dem Ordre national du Mérite, dem Prix France-Allemagne und dem Prix
Strasbourg ausgezeichnet. Im Juni sollte er mit dem französischen
Verdienstorden Chevalier de la Légion d'Honneur geehrt werden.
Pressekontakt:
Wolfgang Utz, Tel 0711/929-11030, wolfgang.utz@swr.de
Thomas P. Schmid, Tel. 07221-9369-68, t-schmid@arte-tv.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.05.2012 - 13:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 636810
Anzahl Zeichen: 3522
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Baden-Baden
Kategorie:
Medien und Unterhaltung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 254 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"ARTE-Geschäftsführer Klaus Wenger ist tot"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SWR - Südwestrundfunk (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Erste "ttt-Reportage" des SWR / ab sofort in der ARD Mediathek Soziale Medien haben das Leben vieler auf den Kopf gestellt - und das besonders für Frauen. Die sozialen Netzwerke sind Bühne, Arbeitsplatz und manchmal auch hoch explosiv und schwer steuerbar. Die neue "ttt-Reportage:
1. Platz der SWR Bestenliste im Juni 2026: "Transkription" / Roman von Ben Lerner / 10 neue Leseempfehlungen für Juni auf SWR.de/bestenliste ...
Der Roman "Transkription" von Ben Lerner steht im Juni 2026 auf Platz 1 der SWR Bestenliste. Der Erzähler reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen, diesem überlebensgroßen Urgestein der Kunstszene und Vater sei
SWR Aktuell Sommerinterviews starten / Rheinland-pfälzische Spitzenpolitiker:innen ab Fr., 5.6.2026, im Gespräch / Ausstrahlung in "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" in TV, Hörfunk, online auf ...
Rheinland-pfälzische Spitzenpolitiker:innen ab Freitag, 5. Juni 2026, im Gespräch / Ausstrahlung in "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" in TV, Hörfunk, online auf swr.de/rp und dem SWR-Youtube-Kanal. Der Südwestrundfunk (SWR) lädt wieder rheinland-pfälzische Spitzenpolitiker und -politik
Weitere Mitteilungen von SWR - Südwestrundfunk
Das Erste / Gottschalk Live - Die Gäste der nächsten Woche ...
Bei "Gottschalk Live" werden Menschen vorgestellt, die etwas bewegen, etwas anschieben wollen, die kämpfen für einen Traum, eine Idee oder ein Projekt. In jeder Sendung werden mehrere "Träume" präsentiert, die jeweils mit 500 Euro unterstützt werden. Zusätzlich können d
Rapper Shahin Najafi im Exclusiv-Interview beim WDR-Radio Funkhaus Europa ...
Der in Köln lebende iranische Rapper Shahin Najafi will trotz des gegen ihn ausgesprochenen Todesdekrets weiter arbeiten. Im WDR-Radio Funkhaus Europa sagte er, er habe die Verantwortung, zu seiner Meinung zu stehen. Najafi wies den Vorwurf zurück, mit seinem aktuellen Song "Imam Naghi&qu
Schnelles Internet aus dem All: Tooway? von Eutelsat unterstützt Breitbandversorgung im Kreis Ahrweiler ...
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 11. Mai 2012 - Schnelles Internet für alle ist jetzt auch im Kreis Ahrweiler verfügbar. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ahrweiler hat das satellitengestützte Breitbandsystem Tooway? des führenden Satellitenbetreibers Eutelsat als weiteren, wichtigen Baustein in
WESTERWELLE-Interview für das ?Westfalen-Blatt? ...
Berlin. Das FDP-Präsidiumsmitglied, Bundesaußenminister DR. GUIDO WESTERWELLE gab dem "Westfalen-Blatt" (Freitag-Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellte REINHARD BROCKMANN. Frage: Am 14. März hat die FDP im absoluten Umfragetief Neuwahlen geradezu erzwungen. Nicht wenige




