RAG Stiftungsvorsitz sieht gute Chancen für baldigen Börsengang von Evonik / Bonse-Geuking: Stiftung benötigt ab 2019 jährlich rund 200 Millionen Euro
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Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, steuert einen baldigen Börsengang
des Chemieunternehmens Evonik an. "Wir haben dem Kuratorium
beschrieben, dass wir die Chancen eines Börsengangs für größer halten
als die Risiken", sagte Bonse-Geuking im Interview mit dem
Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 6/2012, EVT 16. Mai). Das
mächtige Kuratorium der RAG-Stiftung kommt am 21. Mai zusammen, um
über einen möglichen IPO zu entscheiden. Die Stiftung ist mit knapp
75 Prozent Mehrheitsaktionär des Essener Industriekonzerns.
Bonse-Geuking begründet seine Einschätzung damit, dass sich die
Aktienmärkte stärker an fundamentalen Wirtschaftsdaten orientierten.
"Für Deutschland gibt es da ganz ermutigende Signale", sagte der
Stiftungschef. Aber er gibt auch zu bedenken, dass die
Börsenverfassung derzeit labil und die Volatilität wieder leicht
angestiegen seien. "Wir beobachten das sorgfältig und werden
gegebenenfalls kurzfristig entscheiden", erklärte Bonse-Geuking.
Der RAG-Manager betont im 'Capital'-Interview, dass der Börsengang
von Evonik kein Selbstzweck sei: "Wenn sich herausstellt, dass wir
keinen angemessenen Erlös erzielen können, gibt es neue
Fragezeichen." Nach seinen Angaben braucht die Stiftung von 2019 an
jährlich rund 200 Millionen Euro für die sogenannten Ewigkeitskosten.
Das sind die Folgekosten, die nach der Beendigung des
Steinkohlebergbaus entstehen. Die Dividende von Evonik sei aber immer
deutlich höher gewesen, so Bonse-Geuking: "Es gibt also Spielraum."
Pressekontakt:
Christian Baulig, Chefredaktion 'Capital',
Tel. 040/3703-8346, E-Mail: baulig.christian@guj.de
www.capital.de
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Datum: 15.05.2012 - 15:10 Uhr
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