Neue OZ: Kommentar zu Griechenland
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Die griechische Tragödie nähert sich dem Punkt, an dem es kein
Zurück mehr gibt: Wenn nach dem wirtschaftlichen Bankrott der
politische folgt, hat das Land nichts mehr im Euro-Raum verloren.
Gehen die Linksextremisten aus den Neuwahlen als stärkste Kraft
hervor, wird das harte Folgen auch für Deutschland haben. Doch lieber
ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Griechenlands politische Eliten führen sich auf wie Leute, die aus
Angst vor dem Tod Selbstmord begehen. Vor allem mit den erstarkten
Linksextremisten ist kein Staat zu machen. Sie giften gegen Angela
Merkel, fordern den Bruch der Milliarden-Hilfsverträge und wettern
populistisch gegen Europa. Diese Polit-Chaoten gehören nicht auf die
Regierungsbank, ja nicht einmal ins Parlament. Die Griechen dürfen
bei allem Verständnis für ihre Wut und Enttäuschung nicht den
Verstand verlieren. Triumphieren die Radikalen vom linken und rechten
Rand bei den Neuwahlen, hat das Land für das Ende der europäischen
Solidarität gestimmt.
Hier muss Europa einen politischen Schutzwall bauen. Weitere
Zugeständnisse darf es nicht geben, weil andernfalls der Reformwille
in den Krisenländern Spanien, Portugal und Italien völlig erlahmen
würde - auf Kosten des stabileren Nordens in Europa. Das wäre der
Anfang vom Ende des Euro in seiner jetzigen Form. Selbst wenn man die
Gemeinschaftswährung dann noch retten wollte, es könnte niemand
bezahlen.
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Datum: 15.05.2012 - 22:00 Uhr
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