Grüne Informationstechnologie:
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Nur wenige Unternehmen haben Öko-Konzepte bislang realisiert
München - Laut Schätzungen des Marktforschungsinstituts Gartner http://www.gartner.com erzeugt die IT-Industrie genauso viel Kohlendioxid-Emissionen wie der weltweite Flugverkehr. Die Medien läuten seit langem die Alarmglocken, die Unternehmen reagieren mit offensiver Vermarktung ihres Lieblingskonzepts: Green-IT. Sie verkaufen mit diesem Begriff ihre Bemühungen, ihre Produkte umwelt- und ressourcenschonend zu produzieren. Doch wie steht es um die tatsächliche Umsetzung? Eine vom WWF http://www.wwf.org.uk in Auftrag gegebene Gartner-Studie legt jetzt offen, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine große Lücke klafft.
Peter Arbitter, Leiter Portfolio und Technologie Management bei Siemens IT Solutions and Services in München, relativiert die vermeintliche Enttäuschung im Interview mit Computerworld http://www.computerworld.ch: „Auch ohne eine grüne Technologie, also mit immer leistungsfähigerer Hard- und Software, können die Unternehmen deutlich Energie und Kosten einsparen, dadurch auch die Umwelt und das Klima entlasten. So wurde die Software über die Jahre großzügig auf zu viele Server verteilt. Insider schätzen, dass heute nur 15 bis 25 Prozent der Server-Kapazitäten ausgeschöpft werden. Der Löwenanteil der Kapazitäten liegt also buchstäblich brach, vergeudet aber dennoch Energie“.
Ein positives Gegenbeispiel: Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen, reduziert der Technologiehersteller Bizerba aus Balingen http://www.bizerba.de derzeit die Anzahl der Server. „Auf demselben physikalischen Server können mehrere virtuelle Server mit verschiedenen Applikationen laufen. Wir schätzen, dass durch diese Maßnahme rund 20 Prozent der Energiekosten im Rechenzentrum gespart werden können“, erklärt Andreas Rebetzky, Director Global Information Technology bei Bizerba. Mit Hilfe so genannter Freecooling-Anlagen könne zudem in der kalten Jahreszeit die Außentemperatur zu Kühlung genutzt werden.
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Datum: 11.11.2008 - 11:34 Uhr
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