Moderne Genossenschaften: Die ganze Welt der KOOPERATION wird möglich
ID: 646745
Im UNO-Jahr der Genossenschaften beschleunigt sich Vieles
Es sollte keine der üblichen Fachkonferenzen werden, die sich im Kontext der Alltagsthematik bewegen, sondern es sollte eine Konferenz der PERSPEKIVE werden, wie Gerd K. Schaumann (Präsidium von MMW) in seinem Eröffnungsbeitrag die große Schar der Interessenten aus Verbänden, Politik, Wissenschaft und Management begrüßte. Und die Inhalte des Programms ließen daran auch keinen Zweifel aufkommen, es ging um so etwas, was gemeinhin als Zukunftsorientierung bezeichnet wird.
In der gemeinsamen Erklärung zur Programmkonferenz war das so zusammengefasst:
Menschen, wie Raiffeisen und Schulze-Delitzsch haben zu ihrer Zeit den Gedanken der Selbsthilfe in Form der Genossenschaft popularisiert und dienten in vielen Ländern als Vorbilder für vorbildliche Entwicklungen. Sie lösten so etwas wie einen Aufbruch aus, gaben neue Orientierungen und überwanden mit der Kraft der Beharrlichkeit und Gemeinschaft viele politische Blockaden. Sie schufen Fakten, obgleich die Rechtslage alles andere als förderlich für sie war.
Über die Jahrzehnte hinweg hat sich dieses Konzept bewährt, aber nur unwesentlich verändert. Daran ändern auch rudimentäre Rechtskorrekturen, wie der von 2006 prinzipiell wenig. In die heutige Zeit gestellt, würden beide Repräsentanten vermutlich erstaunt sein, wie wenig originell oder modern ihr Gedankengut weiterentwickelt wurde, gemessen an dem, was es sein könnte und sein sollte.
Deutschland, einst Ideengeber und Entwicklungshelfer in Sachen Genossenschaft und Kooperation, ist heute eher auf die Ideen und Hilfen anderer Länder verwiesen. Spanien, Italien, Frankreich, um nur einige zu nennen, haben uns längst überholt. Auch die Novelle 2006 kam nicht aus eigener Kraft zustande, sondern musste - wegen der EU-Konformität -vollzogen werden. Der Weg Deutschlands im Genossenschaftswesen ist der Weg der Rechtfertigung, der Suche nach Anerkennung der Rechtsform nicht der der FASZINATION in der Sache selbst. Es ist weniger das Denken vom Menschen aus, der für die Realisierung seiner Ideen in der Genossenschaft die geeignetere Form findet. Es scheint, dass Genossenschaften in Deutschland genau umgekehrt funktionieren.
Wen wundert es da, dass erst der Petitionsausschuss des Bundestages benötigt wird, um zum genossenschaftlichen Denken anzuregen, die Verbände des Genossenschaftswesens gar ermahnen muss. Wir UNABHÄNGIGEN wollen uns nicht aus der Verantwortung stehlen, aber wir lehnen es ab, für so etwas wie einen Stillstand in Sachen Geno-Innovation am Pranger zu stehen .
Die Unabhängigen Genossenschaftsverbände haben das Ziel, das Deutsche Genossenschaftswesen in Europa wieder zu einer Top-Marke werden zu lassen...
Dazu erscheint es notwendig so ein Vertreter eines Mitgliedsverbandes - den Genossenschaftsgedanken weniger auf rechtliche Ausformungen auszurichten, sondern ein Sinn- und Wertegefüge zu gestalten, das dem Anliegen der Menschen entspricht: In Kooperation nach Innen und Außen zu wirken, quasi naturgemäß zu wirtschaften, sozusagen dem kooperativen Gen im Menschen zu entsprechen.
Deshalb haben sich die UNABHÄNGIGEN auf wenige aber dafür essenzielle - zentrale Aussagen geeinigt, mit denen sie das UNO-Jahr der Genossenschaften 2012 unterstützen wollen.
Die Kernaussagen lauten:
*WIR ist die Kraft, die Werte schafft
*Menschen Machen Wirtschaft Wer sonst?
*Macht Sinn für kluge Köpfe Moderne Genossenschaften
*Kooperation ist natürlich Menschen auch
*Unser Körper Ein Vorbild für Kooperation
*Top-in-Coop
Natürlich, so die Botschaft der UNABHÄNGIGEN, unterstützen wir das Motto der traditionellen Verbände - Genossenschaften ein Gewinn für ALLE -, weil es letztlich stets darum geht, auch zwischen den Genossenschaftsverbänden über durchaus unterschiedliche Meinungen hinweg im Gesamt-Genossenschaftlichen Anliegen verbunden zu sein.
Gleichwohl macht es SINN, unterschiedliche Positionen deutlich zu machen, zumal wie die EU deutlich aufzeigt Deutschland bisher eher als Bremser, denn als Ideengeber in Richtung kooperativer Wirtschaftsstrukturen auf sich aufmerksam gemacht hat. Das soll sich auch dadurch ändern, dass die UNABHÄNGIGEN nicht mehr bereit sind hinzunehmen, dass die traditionellen Genossenschaftsverbände (DGRV und GdW) allein das deutsche Genossenschaftswesen z.B. bei parlamentarischen Anhörungen vertreten.
Dass es in Deutschland erst des Petitionsausschusses bedurfte, um Erleichterungen für Genossenschaftsgründungen herbeizuführen, ist schon seltsam, denn das wäre eigentlich eine vorrangige Aufgabe eines funktionierenden Genossenschaftsverbandswesens.
Die UNABHÄNGIGEN wollen nun losgelöst von entsprechenden parlamentarischen Regelungen das UNO-Jahr 2012 nutzen, solche Barrieren abzubauen.
Unter info@menschen-machen-wirtschaft.de wird z.B. Auskunft erteilt, welche Prüfungsverbände sich dem Konzept Barrierefreie GenoGründung angeschlossen haben. Ebenso können darüber Erfahrungsberichte eingereicht werden, wenn Geno-Gründer den Eindruck haben, dass ihr Gründungsvorhaben behindert oder nicht nachvollziehbar verzögert wurde, natürlich auch bezüglich der Kosten.
Zu einem Modernen Genossenschaftswesen so Gerd K. Schaumann von MMW gehört auch, dass gegenüber anderen Gründungsformen keine Nachteile bestehen. Das sei auch deshalb wichtig zu fordern, um z.B. den erfreulichen Schwung bei der Gründung von Energiegenossenschaften weiter zu befördern.
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Datum: 25.05.2012 - 17:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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