Wikipedia trifft Archäologie
ID: 649187
Wikipedia trifft Archäologie
Erster Wikipedian in Residence im Deutschen Archäologischen Institut.
Ab 1. Juni 2012 wird erstmals ein aktiver Wikipedia-Autor als Schnittstelle zwischen einer deutschen wissenschaftlichen Einrichtung und der freien Online-Enzyklopädie angestellt. Mit dem sogenannten Wikipedian in Residence setzt das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ein internationales Projekt der Wikipedia-Community in Deutschland um. Marcus Cyron, langjähriger Wikipedia-Autor, wird in den nächsten sechs Monaten den Austausch zwischen dem DAI und der ehrenamtlichen Wikipedia-Community anregen und professionell begleiten. Seine erste Aufgabe ist es, Wikipedia und den freien Zugang zu Wissen in der Langen Nacht der Wissenschaften in der Zentrale des DAI in Berlin zu präsentieren. Nachdem international bereits das British Museum oder das Chateau Versailles einen Wikipedian in Residence in ihre wissenschaftliche Arbeit integriert haben, übernimmt nun das DAI mit dem Modell eine Vorreiterrolle in Deutschland.
"Das Deutsche Archäologische Institut bietet im Bereich der Altertumswissenschaften umfangreiche Quellensammlungen und eine große Zahl wissenschaftlich hochspezialisierter Publikationen, zu denen Nichtspezialisten bisher der Zugang fehlt. Wikipedia schließt eine wichtige Lücke in der allgemeinen Wissenschaftskommunikation. Sie kann beispielsweise sehr gute einführende Artikel zur Athener Akropolis liefern, in denen sowohl die frühen (Grabungs-)Photographien als auch die neueste Literatur zu Akropolisfragen verknüpft werden können. Damit gewinnt die Wikipedia in der Summe ihrer Aktivitäten noch eine weitere Funktion, nämlich die einer eigenen, institutionsübergreifenden Quelleninfrastruktur für die Altertumswissenschaften," erklärt Prof. Reinhard Förtsch vom DAI.
Zu Marcus Cyrons Kernaufgaben als Wikipedian in Residence wird gehören, die Wissenschätze des DAI für Wikipedia zu identifizieren sowie Workshops mit Kuratoren, Fachwissenschaftlern und anderen Mitarbeitern des Instituts zu realisieren. Ziel ist es, alle diese Gruppen zu befähigen, zu Wikipedia beizutragen und Artikel erstellen zu können. Darüber hinaus wird er Tagungen und Treffen zwischen Wikipedianern und Wissenschaftlern organisieren. Dazu sind Führungen mit Ehrenamtlichen geplant, die Informationen oder Bilder für Artikel generieren können.
Die Zusammenarbeit soll sowohl für das wissenschaftliche Institut als auch für die Aktiven im Projekt Wikipedia Früchte tragen. Durch den Austausch über die Arbeit des DAI und die wissenschaftlichen Erkenntnisse kann die Qualität von Wikipedia weiter verbessert werden. Sollte die Verknüpfung von Wikipedia-Artikeln mit den entsprechenden Quellen in DAI-Systemen zur Regel werden, steigt damit die Sichtbarkeit der Leistungen des DAI und die Häufigkeit der Aufrufe seiner Inhalte im Netz. Eine wichtige Rolle kann dabei das freie Medienarchiv Wikimedia Commons spielen, aus dem heute bereits 12 Millionen frei lizenzierte Fotos, Grafiken und andere Mediendateien direkt in Wikipedia eingebunden sind. Hier können ausgesuchte, urheberrechtsfreie und zur Publikation genehmigte Archiv- und Sammlungsbestände des DAI der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden - in Wikipedia und darüber hinaus.
Wikimedia Deutschland unterstützt die Partnerschaft des DAI mit dem Wikipedian in Residence. Der freie Zugang zu kulturell wertvollen Inhalten gehört zu den Kernzielen des Vereins. Bereits 2008 konnte in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesarchiv die Freigabe von mehr als 100.000 ausgesuchten Fotos erreicht werden. 2009 folgte die Öffentlichmachung von 60.000 Dateien aus der Deutschen Fotothek. Mögliche Inhalte des DAI wären Aufnahmen, die älter als 70 Jahre und urheberrechtsfrei sind, aber wichtige, heute teilweise nicht mehr erhaltene Zustände und Zusammenhänge wiedergeben. Dasselbe gilt für digitale Abbildungen aus Stichwerken des Barock oder Beschreibungen und Plänen aus frühen Archiven vor dem Beginn der Fotografie.
Das Modell des Wikipedian in Residence steht im Zeichen der Befreiung weiterer Inhalte und soll in Deutschland etabliert werden. So findet sich mit einer Ausschreibung der Stiftung Stadtmuseum Berlin ein weiteres Stellenangebot auf der Webseite von Wikimedia Deutschland.
Kontakt:
Deutsches Archäologisches Institut
Zentrale - Pressestelle
Nicole Kehrer, M.A.
Tel.: + 49-(0)30-18 77 11-120
Mobil: +49-(0)173-92 81 354
Fax: + 49-(0)30-18 77 11-191
E-Mail: presse@dainst.de
Wikimedia Deutschland e.V.
Catrin Schoneville
Pressesprecherin
Tel.: +49-(0)30 - 219 158 26-0
Mobil +49-(0)177 - 439 94 90
E-Mail: catrin.schoneville@wikimedia.de
Über das Deutsche Archäologische Institut
Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts gehört. Das Institut mit Zentrale in Berlin und mehreren Kommissionen und Abteilungen im In- und Ausland führt weltweit archäologische Ausgrabungen und Forschungen durch und pflegt Kontakte zur internationalen Wissenschaft. Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien, Tagungen und informiert die Öffentlichkeit in Ausstellungen, Führungen und in den Medien über seine Arbeit.
Webseite: www.dainst.org/de/
Facebook: www.facebook.com/dainst
Über Wikimedia Deutschland
Wikimedia Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Seit der Gründung im Jahr 2004 unterstützt der Verein verschiedene Wikimedia-Projekte - allen voran Wikipedia. Der Verein setzt sich für den kostenlosen Zugang zu Freiem Wissen ein und engagiert sich damit für ein grundlegendes Recht des Menschen auf Bildung. Wikipedia ist, wie auch andere Schwesterprojekte, unabhängig und werbefrei und nur durch ehrenamtliche Mitarbeit und Spenden möglich.
Webseite: www.wikimedia.de
Vereinsblog: www.blog.wikimedia.de
Twitter: www.twitter.com/WikimediaDE
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 30.05.2012 - 18:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 649187
Anzahl Zeichen: 6627
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 29530 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wikipedia trifft Archäologie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
dia Deutschland sieht Gefahr durch neues Leistungsschutzrecht Am 14. Juni 2012 wurde der Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage veröffentlicht. Damit soll Presseerzeugnissen die gesetzliche Möglichkeit eingeräumt werden, die gewerbliche Nutzung s
Die Zukunft der Wikipedia ...
Wikidata wird das erste neue Wikimedia-Projekt seit 2006 Vom 30. März bis 1. April findet in Berlin die jährliche Wikimedia Conference mit Teilnehmern aus 40 Ländern statt. Zeitgleich startet Wikimedia Deutschland mit Wikidata ein völlig neues Wikimedia-Projekt. Wikidata wird eine offene Date
Wikipedia plant internationale Protestaktion ...
Klares Zeichen gegen Internetzensur Kurz nach Ende des Wikipedia-Jubiläumsjahres solidarisieren sich die ehrenamtlichen Helfer der freien Enzyklopädie weltweit gegen Internetzensur. Aus Protest gegen die US-amerikanischen Gesetzesentwürfe "Stop Online Piracy Act? (SOPA) und PROTECT IP A
Weitere Mitteilungen von Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V.
Bundesfamilienministerin Schröder im YouTube-Interview: Keine bürokratischen Hürden für neue Kita-Plätze ...
Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilt mit: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will gemeinsam mit den Ländern und Kommunen sicherstellen, dass bis zum nächsten Sommer 160 000 weitere Kita-Plätze entstehen. Das bekräftigt die Ministerin im "3 Fragen, 3 Antwort
Betreuungsgeld konterkariert Qualität der frühkindlichen Bildung ...
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Bundesfamilienministerin zum Ausbau der frühkindlichen Bildung erklärt die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks: Eltern und Kinder warten seit Langem darauf, dass der Ausbau der frühkindlichen Bildung vorankommt. De
Schwarz-Gelb droht Kooperationsverbot in der Bildung zu zementieren ...
Zum heutigen Kabinettsbeschluss zur Grundgesetzänderung für die Hochschulforschung erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann: Das Kabinett hat heute eine große Chance vertan, den zentralen Fehler der Verfassungsreform von 2006 z
Schwesig: Frau Schröder hat den Kitaausbau verschlafen ...
Anlässlich der Vorstellung des Zwischenberichts zum Stand des U3-Betreuungsausbaus sowie des 10-Punkte-Plans durch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela




