Schwäbische Zeitung: Gabriele Pauli - Ein Talent macht sich unbeliebt - Kommentar
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Pauli scheiden sich mal wieder die Geister. Dabei sind der "Schönen
Landrätin" Intelligenz und politisches Talent nicht abzusprechen. Sie
neigt halt nur zu einem Selbstvertrauen, das in der Politik nur in
den obersten Rängen toleriert und bewundert wird. Deshalb wird sie
wohl keine Partei finden, die sich einen solchen Star antut.
Frau Pauli macht zudem den Fehler, dass sie ihr weitgehend
selbstproduziertes Schicksal zu einem Frauenproblem stilisieren
möchte. Mag sein, dass Ex-Premier Edmund Stoiber mit solchen Frauen
ein Problem hatte - objektiv betrachtet hat sich Gabriele Pauli
gerade in der Männerpartei CSU eigentlich nie schwer getan. Bis sie
nach der Macht ganz oben greifen wollte und dabei wenig Solidarität
von Parteifrauen mit weniger schönen Augen erlebte.
Was nach dem Zerwürfnis mit Stoiber kam, war eine Fortsetzung der
CSU-Kabale auf der Bühne der Freien Wähler. Als Landtagsabgeordnete
hat es Frau Pauli nur selten geschafft, zu vermitteln, warum sie für
höhere Ämter taugt. Meistens ging es um die subtile Frage, warum
Männer einer solchen Frau solche Ämter nicht gönnen. Das ist wohl
etwas zu wenig, um einen Politik-Macho wie FW-Chef Hubert Aiwanger
ernsthaft herauszufordern.
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Datum: 31.05.2012 - 21:20 Uhr
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