Deutsche Rentenversicherung stabil in der Finanzkrise - Konferenz der Internationalen Vereinigung fÃ

Deutsche Rentenversicherung stabil in der Finanzkrise - Konferenz der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit in Berlin

ID: 650902
(ots) - "Akzeptiert man eine Beitragssatzobergrenze von 22
Prozent ist die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland bis
2030 nachhaltig finanziert." Zu dieser Einschätzung kommt Professor
Bert Rürup, früherer Vorsitzender des Sachverständigenrates zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in seinen
Ausführungen auf der Internationalen Konferenz der Internationalen
Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) in Berlin. Zurückzuführen
sei dies für vor allem auf die Wirkungen der Rentenreformen der Jahre
2001 bis 2007.

In Zukunft werde es in Deutschland darum gehen müssen, die
Kooperation zwischen umlagefinanzierter gesetzlicher
Rentenversicherung und ergänzender Kapitalaltersvorsorge weiter zu
stärken und die staatlich subventionierten kapitalgedeckten
Ergänzungssysteme intelligenter zu regulieren. Zumindest die
Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit hätten gezeigt, dass unter
Sicherheitsaspekten - die in der Vergangenheit auch in Deutschland
propagierte - volle Kapitaldeckung wohl keine gute Idee war und ist.

Rürup setzte sich zudem kritisch mit der Diskussion um die sog.
"implizite Verschuldung" des Staates durch die Sozialversicherungen
auseinander. Das faktische Ausmaß dieser "impliziten Schuld" sei
entscheidend von der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung
abhängig und könne allenfalls unter Verwendung zahlreicher Annahmen
abgeschätzt werden; entsprechende Berechnungen seien - so Rürup -
"stark annahmengetrieben".

Rürup wandte sich in diesem Zusammenhang auch dagegen, dass die
EU-Staaten - als Folge der Reform des Europäischen Stabilitäts- und
Wachstumspaktes - künftig alle "impliziten Verbindlichkeiten infolge
der Bevölkerungsalterung" in ihren Berichten an Brüssel darlegen
müssten. Dies kann nach seiner Einschätzung sogar fatal sein, wenn


dabei die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen
Sozialversicherungszweigen oder Wirkungszusammenhänge etwa der
Rentensysteme nicht beachtet würden.

Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund,
stellte in seiner Rede auf der Konferenz dar, dass die Deutsche
Rentenversicherung sich in der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise
als verlässlicher und stabilisierender Faktor erwiesen habe. Durch
Reformen zukunftsfest gemacht sei die Sicherheit der gesetzlichen
Rente in der Finanzkrise zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Ein
Großteil der Mittel der Rentenversicherung werde sofort nach der
Vereinnahmung wieder an die Rentner ausbezahlt. Deshalb würden
einbrechende Aktienkurse und Kapitalmarktkrisen die
Rentenversicherung nicht direkt berühren.

Die in der Krise erkennbar gewordene Zuverlässigkeit der
gesetzlichen Rentenversicherung habe die Akzeptanz der gesetzlichen
Rentenversicherung in der Bevölkerung steigen lassen. Es sei wichtig,
das Vertrauen der Menschen in die Alterssicherung insgesamt zu
stärken. Es leiste einen wichtigen Beitrag zur Leistungs- und
Sparbereitschaft - und damit zur wirtschaftlichen Entwicklung eines
Landes -, wenn die Menschen wüssten, dass sie sich auf die
gesetzliche wie auch auf die betriebliche und private Altersvorsorge
verlassen könnten.

Die IVSS-Konferenz fand statt vom 30. Mai bis 1. Juni 2012 und
wurde veranstaltet von der IVSS und der Deutschen Rentenversicherung
Bund. Die Tagung befasste sich unter anderem mit der Frage, wie
Altersarmut künftig vermieden werden kann und welche Bedeutung die
ökonomischen Rahmenbedingungen für die finanzielle Stabilität und
Nachhaltigkeit sozialer Sicherungssysteme haben.



Pressekontakt:
Dr. Dirk von der Heide
Tel.: 030 865-89178
Fax.: 030 865-27379
Mail: pressestelle@drv-bund.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  PHOENIX-Programmhinweis
UNTER DEN LINDEN: Koalition der Kesselflicker - Wie gelähmt ist die Regierung Merkel?
Montag, 4. Juni 2012, 22.15 Uhr Kirchliches Jahrbuch Gerechtigkeit: Soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit gehören zusammen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.06.2012 - 13:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 650902
Anzahl Zeichen: 4106

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Soziales



Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutsche Rentenversicherung stabil in der Finanzkrise - Konferenz der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit in Berlin"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Rentenversicherung Bund (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Overdiek zum neuen Co-Vorsitzenden des Vorstandes gewählt ...
In der heutigen Sitzung des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin wurde Klaus Overdiek zum neuen alternierenden Vorsitzenden gewählt. Er vertritt die Gruppe der Versicherten und teilt sich das Amt mit Jens Dirk Wohlfeil, der die Gruppe der Arbeitgeber vertritt. "Ich freue

"Checkst Du? Rente und Gesundheit sind schon jetzt wichtig!" / Zukunftswerkstatt "Miteinander reden!" bringt Berufsschulklassen aus Berlin und Brandenburg mit der Sozialen Selbstve ...
Wie funktionieren eigentlich die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung? Warum betreffen die Themen Rente und Gesundheit auch junge Menschen? Und wie können Versicherte selbst mitbestimmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Berufsschülerinnen und Berufsschüler heute im Rahmen der Zukunft

Alexander Gunkel zur Finanzentwicklung der Rentenversicherung und zu aktuellen Reformen ...
Die Rücklage der Rentenversicherung ist bis zum Jahresende noch gut gefüllt und der Beitragssatz wird voraussichtlich auch im kommenden Jahr stabil bleiben. Auf der heute in Potsdam tagenden Bundesvertreterversammlung stellt Alexander Gunkel, Vorsitzender des Bundesvorstands der Deutschen Rentenve


Weitere Mitteilungen von Deutsche Rentenversicherung Bund


PHOENIX-Programmhinweis UNTER DEN LINDEN: Koalition der Kesselflicker - Wie gelähmt ist die Regierung Merkel? Montag, 4. Juni 2012, 22.15 Uhr ...
Michael Hirz diskutiert mit - Christoph Schwennicke, Chefredakteur Cicero - Roland Tichy, Chefredakteur Wirtschaftswoche Wiederholung um 24.00 Uhr. Pressekontakt: PHOENIX-Kommunikation Pressestelle Telefon: 0228 / 9584 190 Fax: 0228 / 9584 198 pressestelle@phoenix.de

Von Blümchen und Bienchen - Umfrage: Jeder zweite Deutsche ist nie richtig "aufgeklärt" worden - Wissen in Sachen Sexualität selbst zusammengesucht ...
Nicht im Elternhaus und auch nicht im Biologie-Unterricht: Jeder zweite Deutsche (51,3 %) sagt von sich, er sei nie "richtig" aufgeklärt worden. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" herausgefunden. Vor allem die Bürger a

COMPUTERBILD berichtet: "Gefällt-mir"-Klicks auf Facebook gibt's gegen Geld ...
Unternehmen kaufen "Gefällt-mir"-Klicks von Anbietern wie Facebooktausch und Mysocialclix / Facebook-Nutzer erhalten bis zu 5 Cent pro Klick / Und: Für jedes geteilte Videos gibt es von Shareifyoulike rund 80 Cent / Facebook verurteilt den Handel Bei Facebook bedeuten viele Freun

Hörger&Partner spendet 1.200 Euro für Ulmer Aufschnaufhaus ...
Zeit kann man nicht kaufen, aber schenken Hörger&Partner unterstützt Förderverein Aufschnaufhaus e. V. Ulm mit kreativer Spendenaktion Ulm, 31. Mai 2012 – Viele Firmen spenden zum Jahreswechsel für einen guten Zweck. Die Agentur Hörger & Partner lässt sich stets etwas Besonder


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z