Wärmedämmung wird unterschätzt
Baden-Baden, 20. November 2008. Eine aktuelle WDVS-Studie zeigt, dass die Deutschen den steigenden Heizkosten den Kampf ansagen wollen. Allerdings unterschätzen die meisten die Wirksamkeit moderner Wärmedämmung.
Energieeffizienz hat Vorrang
Wie eine sinnvolle Sanierung zur Heizkostenreduzierung aussieht, ist gut einem Drittel der Deutschen klar. 36 Prozent gaben an, bei diesem Thema zuerst an Wärmedämmung zu denken, 15 Prozent fiel das Schlagwort "Energieeinsparung" ein und neun Prozent dachten dabei eher an "Fensterisolierung."
"Das Thema Wärmedämmung steht bei vielen Deutschen ganz oben auf der Agenda", so Setzler. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir bei der Umsetzung schneller voran kommen. Könnten wir die Sanierungsquote in Deutschland auf einen Quadratmeter Fassadendämmung pro Einwohner verdoppeln, würden allein dadurch in Deutschland rund 40.000 neue Jobs entstehen und tausende Tonnen CO2 vermieden.“
Tatsächlich ist auch das finanzielle Einsparpotenzial durch energetische Sanierungsmaßnahmen enorm. Bis zu 80 Prozent der Heizkosten lassen sich laut Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) durch die Modernisierung sparen. "Allein bis zu 50 Prozent sind durch eine moderne Fassadendämmung mit Wärmedämmverbundsystemen realisierbar", erklärt Dr. Setzler.
Allerdings wissen das nur die Wenigsten: 14 Prozent der Deutschen meinen, dass sie durch Wärmedämmung maximal ein Zehntel der Heizkosten sparen können, 56 Prozent glauben an ein Einsparpotenzial von höchstens 30 Prozent. Lediglich 15 Prozent der Befragten wissen von den Sparmöglichkeiten durch Wärmedämmung bis 50 Prozent, acht Prozent erwarten sogar noch mehr. "Diese Zahlen zeigen, dass wir in Deutschland auf dem richtigen Weg sind, aber dass auch noch ein großer Informationsbedarf besteht", so Setzler. "Schließlich geht es bei Energieeffizienzmaßnahmen nicht allein ums Geld, sondern auch ganz besonders um die Umwelt."
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Datum: 20.11.2008 - 10:38 Uhr
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