BNetzA-Präsident Homann zu Gast beim VKU-Vorstand / Verteilnetze sind Schlüssel für erfolgreiche Energiewende
ID: 657514
heute zu Gast bei der Vorstandssitzung des Verbandes kommunaler
Unternehmen (VKU) in Berlin. In seinem Impulsvortrag standen Themen
der Netzregulierung im Mittelpunkt, die er im Anschluss mit den
VKU-Vorstandsmitgliedern diskutierte. Dazu VKU-Hauptgeschäftsführer
Hans-Joachim Reck: "Wir freuen uns, dass Jochen Homann unserer
Einladung gefolgt ist. Wir haben intensiv und konstruktiv über die
Themen, die uns bewegen, gesprochen und unsere Standpunkte noch
einmal deutlich gemacht."
Zu den Hinweisen, die der VKU dem BNetzA-Präsidenten mit auf den
Weg gegeben hat, gehört unter anderen die Beseitigung des Zeitverzugs
bei der Anreizregulierung. Reck: "Der beschleunigte Umbau der
Energielandschaft braucht eine leistungsfähige Infrastruktur,
insbesondere auf der Verteilnetzebene. Deswegen müssen wir weg von
der reinen Kostenbetrachtung, sondern Investitionen stärker fördern."
Damit dezentrale Energien, die zu 97 Prozent auf der Verteilnetzebene
angebunden sind, weiterhin eingespeist werden können, "müssen die
Verteilnetzbetreiber deutlich mehr unterstützt werden als bisher.
Nach unseren Schätzungen liegt der Investitionsbedarf in die
Verteilnetze bei 25 Milliarden Euro bis 2030 - ohne die Kosten für
ein Smart Grid", so Reck.
Aktuell liegen dazu Vorschläge der Landesregulierer zur jährlichen
Anpassung der Erlösobergrenze und zur Abrechnung auf Basis von
Plankosten für die weiteren Diskussionen in der Plattform
"Zukunftsfähige Energienetze" auf dem Tisch. "Dieser Vorschlag vom
25. April 2012 ist eine gute Grundlage, um das Problem des
Zeitverzugs in der Anreizregulierung kurzfristig zu beseitigen. Er
muss nun auch in der Netzplattform auf die Tagesordnung und konkret
ausgestaltet werden", fordert Reck. "Der VKU steht gerne bereit, um
diesen Vorschlags zeitnah im konstruktiven Dialog mit den
Regulierungsbehörden und dem Ministerium voranzutreiben."
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 236.000 Beschäftigten
wurden 2009 Umsatzerlöse von rund 94 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 67,7 Prozent in der Erdgas-, 76,3 Prozent in der
Trinkwasser-, 58,2 Prozent in der Wärmeversorgung und 12,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.
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Datum: 12.06.2012 - 14:22 Uhr
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