Umfrage: Die Mehrheit der Deutschen denkt, für das Alter ausreichend vorgesorgt zu haben
ID: 658120
für das Alter vorgesorgt zu haben. Insgesamt sehen sich 62 Prozent
auf dem richtigen Weg, während der Rente keine finanziellen
Einschränkungen zu erleiden. Nur rund jeder fünfte Befragte denkt,
noch nicht genug für seine Altersvorsorge getan zu haben. Das ist ein
Ergebnis der Umfrage von Union Investment zur Altersvorsorge im
zweiten Quartal 2012. Große Unterschiede gibt es dabei zwischen den
einzelnen Altersgruppen. Während 77 Prozent der 50- bis 59-Jährigen
sicher sind, über genug Geld im Ruhestand zu verfügen, meint bei den
20- bis 29-Jährigen rund jeder Dritte, ausreichend vorgesorgt zu
haben. Dass eine private Altersvorsorge jedoch nicht automatisch den
Lebensstandard im Alter sichert, zeigt der Vorsorgeatlas Deutschland.
Demnach können sich zwar 56 Prozent der Menschen während der Rente
das Gleiche leisten wie im Erwerbsleben. Bei 44 Prozent der Deutschen
reicht die zusätzliche Vorsorge dafür aber nicht aus.
Fast alle Befragten meinen, die Summe ihrer privaten Zusatzrente
zu kennen
Dass die aktuell Befragten nicht mehr für ihre Zusatzrente tun
wollen, basiert auf der Vorstellung, den Betrag ihrer zukünftigen
privaten Altersvorsorge relativ genau kennen. Nahezu alle
Finanzentscheider (94 Prozent) gaben an, zumindest eine ungefähre
Ahnung über die zu erwartenden Auszahlungen zu haben. Bei den 20- bis
29-Jährigen sind es immerhin noch 80 Prozent. "Es ist erfreulich,
dass so viele Menschen eine Ahnung über ihre private Vorsorge haben.
Entscheidend für die Rentenzeit sind jedoch die Ansprüche aus allen
drei Schichten - also der gesetzlichen, betrieblichen und privaten
Vorsorge", erläutert Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei
Union Investment. Die Summe aller Rentenansprüche solle man daher
regelmäßig von einem Experten berechnen lassen. Bei den Volks- und
Raiffeisenbanken könne dies beispielsweise mit dem VR-Vorsorgestatus
geschehen, der alle Verträge unabhängig vom Anbieter erfasst. "Erst
nach so einem Check kann man sicher sein, ob die bisherigen
Sparanstrengungen ausreichen oder ob man mehr tun muss", so Erling.
Die Annahme, über eine ausreichende Zusatzrente zu verfügen hat
entsprechende Auswirkungen auf die Bereitschaft, sich mit der
privaten Altersvorsorge zu beschäftigen. Zwar halten es immer noch
zwei Drittel der Befragten für notwendig, sich mit dem Thema
auseinanderzusetzen. Jedoch gab rund jeder Fünfte (21 Prozent) an,
sich nicht mit einer privaten Zusatzrente beschäftigen zu müssen. Das
ist der höchste Wert seit Beginn der Befragung im dritten Quartal
2007.
Diskussion um die Riester-Rente verunsichert die Menschen
Ein ähnliches Bild gibt es bei der privaten Altersvorsorge mittels
einer Riester-Rente. Zwar haben 43 aller Befragten einen
Riester-Vertrag abgeschlossen, jedoch halten 16 Prozent der Menschen
eine Riester-Rente für nicht notwendig. Dies gaben mit 18 Prozent vor
allem Männer an, was bei ihnen den höchsten Wert seit dem zweiten
Quartal 2008 darstellt. Grund für die Zurückhaltung bei der
Riester-Rente ist die undifferenzierte Kritik in der Vergangenheit,
welche die Menschen verunsichert hat sowie die entsprechenden
Gesetzesänderungen. Rund die Hälfte der Befragten (48 Prozent) wurde
durch die wiederholten Gesetzesänderungen rund um die Riester-Rente
in der Einschätzung der Riester-Rente irritiert. 38 Prozent sind
durch die vielen kritischen Medienberichte nicht sicher, ob ein
Riester-Sparplan wirklich einen Mehrwert bringt. "Die Ergebnisse
belegen, dass die Menschen durch die pauschale und teilweise
ideologisch geprägte Kritik nachhaltig verunsichert wurden. Die Folge
ist, dass sie dann oft lieber nichts mehr sparen oder Produkte
wählen, die für eine Altersvorsorge nicht geeignet sind", warnt
Erling. Das könnten auch die Kritiker nicht als Ziel haben. "Die
Kritik an einzelnen Riester-Angeboten muss differenziert dargestellt
werden. Denn es gibt genügend gute und transparente Produkte und das
System der Riester-Rente ist nach wie vor für die meisten Menschen
von Vorteil", betont der Experte.
Seit Mitte 2007 lässt Union Investment durch das
Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Thema
Altersvorsorge durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in
privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens
eine Geldanlage besitzen. Die aktuelle Befragung für das zweite
Quartal 2012 fand in der Zeit vom 2. bis 9. Mai 2012 statt. (Bei
Umfragewerten, die sich nicht zu hundert Prozent addieren, gibt die
Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.)
Pressekontakt:
Union Asset Management Holding AG
Markus Temme
Public Relations
Pressesprecher
Wiesenhüttenstr. 10
60329 Frankfurt
Tel.: 069/2567-2352
Fax.: 069/2567-2371
Mail: Markus.Temme@union-investment.de
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Datum: 13.06.2012 - 10:22 Uhr
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